Schatzkammer St. Servatius

 

Zu dem Vermächtnis, das uns übergeben und als Aufgabe übertragen ist, gehört auch der kostbare Siegburger Kirchenschatz von St. Servatius. Nach langen Planungen und Bemühungen und dank der großzügigen Unterstützung des Erzbistums und der Stadt Siegburg, kann unsere Kirchengemeinde nun die herrlichen Schreine, Tragaltäre und Reliquien nebst den Kelchen, Monstranzen und Stoffen wieder einen gebührenden Platz in der erweiterten und renovierten Schatzkammer der Servatiuskirche gegeben.

Bemerkenswert an der Schatzkammer sind nicht nur die Vielzahl und die Qualität der Exponate, sondern auch ihre bestehende Anbindung an die Kirche, was nicht nur räumlich zu verstehen ist. Der Besucher wird beim Gang durch die Pfarrkirche St. Servatius, die ebenfalls eine Besichtigung lohnt, auf die trotz musealer Aufstellung auch heute noch starke Ausstrahlung der Stücke eingestimmt. Vor oder nach der Besichtigung der Schatzkammer ist ein Besuch der Abteikirche auf dem Michaelsberg anzuraten, in der sich als Dauerleihgabe der Annoschrein befindet. So schließt der Besucher auch räumlich den Kreis, der die beiden Gotteshäuser inhaltlich miteinander verbindet.

 

Schließung der Schatzkammer bis 2015/2016

Wegen der Bauarbeiten in Sankt Servatius und in der ehemaligen Abtei hat der Kirchen-vorstand der Bitte unseres Erzbischofs entsprochen, die wichtigsten Bestandteile des berühmten Siegburger Kirchenschatzes dem Diözesanmuseum "Kolumba" für eine gemeinsame Ausstellung auszuleihen. Da beide Kirchen während der Renovierungsphase bis 2015/2016 nicht zugänglich sein werden und der Schatz durch die Bauarbeiten eventuell gefährdet sein könnte, wird er für alle Interessierten in einer gemeinsamen Ausstellung in Köln präsentiert. Nach langer Zeit besteht die Möglichkeit den vollständigen Schatz der Öffentlichkeit vorzustellen. Während der Ausleihzeit und den Bauarbeiten bleibt die leere Schatzkammer von Sankt Servatius geschlossen. Die Reliquien des Siegburger Stadtpatrons verbleiben an einem würdigen Ort auf dem Michaelsberg, gemäß dem Willen des heiligen Erzbischofs Anno.