Vortragsreihe im "Treffpunkt am Markt"

15.11.21, 18:30

Servatiushaus, Mühlenstraße 14 in Siegburg

Was ist uns (noch) heilig? – Auf der Suche nach einer neuen Sakralität

Vortrag von Professor Dr. Albert Gerhards

Als im Mai wieder einmal Steine gegen deutsche Synagogen flogen, wurde mit Erschrecken bewusst, wie nahe uns der Nahostkonflikt gekommen ist. Der Hass entlädt sich vornehmlich an den Symbolen der Identität des Gegners, seien es die religiösen wie die Gotteshäuser oder die staatlichen wie die Nationalflagge. Indem man die Symbole dessen vernichtet, was dem anderen heilig ist, will man den anderen in der Mitte seiner Existenz treffen. Der nicht enden wollende Konflikt hat die Religionen insgesamt bei uns unter den Generalverdacht gestellt, für Unfrieden, Rückständigkeit und Unfreiheit verantwortlich zu sein. Eine Welt ohne jegliche Bevormundung, in absoluter Freiheit und ohne einen göttlichen Übervater gilt als erstrebenswertes Ideal. Dementsprechend verschwindet das Heilige im Säkularen. Hier ist nichts mehr unterscheidbar. Die Erosion der Kirchen und die damit verbundene Abwicklung ihrer Standorte tun ihr Übriges. Die Folge davon ist aber keineswegs, dass die Menschen sich freier fühlen, sondern dass sie auf der Suche nach neuen Bindungen und Sinnstiftungen sind, die digital reichlich angeboten werden. Haben die Kirchen, hat das Christentum ausgespielt? Der Vortrag möchte einige Impulse geben, wie und wo wir das Heilige nicht nur für uns, sondern auch und vor allem als diakonische Offerte für unsere Gesellschaft wiederentdecken können.

Albert Gerhards, Prof. Dr. theol. (* 1951), Studium in Innsbruck, Rom und Trier; 1976 Priesterweihe, Seelsorge in Heimbach/Eifel und Mönchengladbach-Rheindahlen; 1984 Professor für Liturgiewissenschaft an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Bochum und 1989 − 2017 der Universität Bonn. Seit 1989 Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. 2020 Sprecher der DFG-Forschungsgruppe „Sakralraumtransformation“ (www.transara.de). Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Reform der Liturgie; Eucharistisches Hochgebet; Judentum und Christentum; Ökumene; Kirchenbau; Kirche und Kunst; Kirchenmusik.

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