Kirchenwerkstatt - Wie war es?

25.05.19 21:37
Werkstattteilnehmer
Koinonia Kirchenwerkstatt (c) Martina Sedlaczek

Die für den Pastoralen Zukunftsweg zuständige Stelle des Erzbistums Köln hat eine Kirchenwerkstatt entwickelt, an der u.a. Teams aus Seelsorgebereichen teilnehmen können. Der Titel Koinonia ist gleichzeitig das Programm: Sinn und Ziel der Kurs-Werkstatt ist das gemeinschaftliche Einüben eines erneuerten Kirche-Seins im Erzbistum Köln. 

Kloster Steinfeld (c) Dr. Marc Kerling

Auf Initiative von Pfarrer Wahlen waren wir als gemeinsames Team, bestehend aus drei Seelsorgern (Gemeindereferentin Carmen Kremser, Diakon Marc Kerling und Pfarrer Karl-Heinz Wahlen), der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Martina Sedlaczek und dem Verwaltungsleiter Detlef Kössendrup, drei Tage im Kloster Steinfeld zum ersten Block dieser Kirchenwerkstatt.

Koinonia Aussendung der 72 (c) Martina Sedlaczek

Nach einer Einführung in Entstehung und Entwicklung des Pastoralen Zukunftsweges (hier nachzulesen) war Raum, die anderen Gruppen (zwei weitere Pastoralteams und ein Team aus dem Erzbistum selber) kennen zu lernen. 
Mit der Bibelstelle aus Lukas 10, 1-11, über die Aussendung der 72, machten wir uns dann in Kleingruppen Gedanken zur Strategie Jesu (nichts mitnehmen, immer zu zweit gehen, Scheitern einkalkulieren) um zum Abschluss in den Teams ganz konkret unsere Situation vor Ort anzuschauen.

 

Koinonia gemeinsam Musizieren (c) Dr. Marc Kerling

Nach dem Abendessen feierten wir zusammen eine Tischmesse, angefüllt mit vielen schönen Liedern, begleitet von einer Gitarre, einer Trompete und einer Tenorflöte. Drei Teilnehmer hatten ihre Instrumente mitgebracht und trotz unterschiedlicher Fertigkeiten (Profi- und Laienspieler) wurde gemeinsam musiziert und gesungen.

Der Abend klang mit munterem Verzäll im Aufenthaltsraum des Klosters aus.

Koinonia Kirchenautobahn Future 2 (c) Martina Sedlaczek

Ausgehend von Roger Willemsens Zitat: "Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.", versuchten wir am nächsten Vormittag eine Futur 2 Perspektive und schauten zurück auf die Kirche von heute. Diese Kirchen Diagnosen brachten wir in vier Kleingruppen bildlich/szenich zum Ausdruck.
Am meisten beeindruckte uns dabei das Bild von der Autobahn. Wie oft neigen wir dazu, diese zu benutzen, sehen nicht nach rechts und links, wo sich auf unendlich vielen Trampelpfaden ganz viel kirchliches Leben abspielt.

Koinonia - weitere Kirchendiagnosen (c) Martina Sedlaczek

Das Bild der "Kirche mit Zaun" entstand in einer Gruppe mit Hauptamtlichen, die sich in ihrer Tätigkeit durch Vorschriften sehr eingeengt fühlen. Das Plakat macht auch deutlich, dass Kirche sich oftmals abschottet, dass die, die auch die draußen gießen wollen, sich zerreißen und erschöpft sind. Interessanterweise gedeihen aber auch die Blumen außerhalb des Zaunes und sterben nicht ab.

Koinonia Ikone der Freundschaft (c) Martina Sedlaczk

Am frühen Nachmittag schauten wir uns die Ikone der Freundschaft genauer an. Sie hängt in der Versöhnungskirche in Taizé. Jesus (rechts) legt seinen Arm auf die Schulter von Abt Menas - eine Geste der Freundschaft, der Verbundenheit - eine Geste, die Kraft spendet, ermutigt und stärkt. In der Kapelle war nun Zeit zur Betrachtung, zur Christusbegegnung. Wohltuend, nach vielen Stunden intensiver Gespräche und Austauschs.

Koinonia Abrahams Weg (c) Martina Sedlaczek

Danach betrachteten wir Abrahams Weg. Er folgte dem Ruf Gottes und die vielen Karten deuten auf eine lange ereignisreiche Wanderung. Doch was waren seine spirituellen Ressourcen? Mut, Verantwortungsbereitschaft, Familie, Gastfreundschaft, Solidarität, Verhandlungsgeschick.
Dann die Frage: Was sind unsere eigenen spirituellen Ressourcen? Woraus schöpfen wir unsere Kraft? Wie können wir in der Gemeinde unsere Zukunftswege gehen?

Koinonia Zukunftswege (c) Dr. Marc Kerling

Der dritte Tag startete mit dem Text zum "einen Geist und den vielen Gaben" aus dem 1. Kor. der verdeutlichte, wie wichtig ein vertrauensvollen Miteinander ist, die Fähigkeit, charismenorientiert zu arbeiten - nicht nur in den Teams, sondern in der ganzen Gemeinde,. Wie kann ein neues Miteinander zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen aussehen? Ganz konkret erst einmal, in dem man sich gegenseitig hört, sich austauscht, so wie es hier in den Tagen sehr gut möglich war. Wir gehen mit vielen Impulsen zurück in unsere Gemeinden und sind gespannt, was der zweite Block Ende Juni noch an Dingen für uns bereithält. Pfarrer Wahlen jedenfalls hat einen ganz persönlichen Wunsch: Cola!

Koinonia Teambild (c) Martina Sedlaczek

Kirchengemeinde St. Servatius

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