Der Teddy, der Löwe und der Gartenzwerg:

Ein Teddy in der Kirche? Ein Löwe in der Nähe?

Und tatsächlich: Auch ein Gartenzwerg ließ sich in St. Servatius entdecken. Man könnte sich durchaus fragen, ob diese drei Herren zum festen Inventar der Kirche gehören. Die Antwort lautet: natürlich nicht und genau das war der Spaß.
Was zunächst ungewöhnlich klingt, war am Weltkindertagswochenende genau das Richtige: Bei einer fröhlichen Fehlerrallye waren Kinder und Erwachsene eingeladen, die Kirche einmal mit besonders wachen Augen zu erkunden.
Am 19. und 20. September wurde die Servatiuskirche zu einem besonderen Entdeckungsort. Familien machten sich gemeinsam auf die Suche nach kleinen Unstimmigkeiten, ungewöhnlichen Gegenständen und liebevoll versteckten Überraschungen. Teddy, Löwe und Gartenzwerg waren dabei nur einige Beispiele, denn es gab noch vieles mehr zu entdecken.
Dabei ging es um weit mehr als darum, möglichst viele Fehler zu finden. Es ging um die Freude daran, einen vertrauten Ort einmal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen.
Kirche mit Kinderaugen

Besonders schön war zu erleben, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache waren. Sie stellten Fragen, zeigten ihren Eltern ihre Funde und freuten sich über jeden kleinen Erfolg. Manchmal erwiesen sie sich dabei als die aufmerksameren „Kirchenbegleiter“ und entdeckten Details, an denen Erwachsene achtlos vorbeigegangen wären.
So wurde die St. Servatius-Kirche auf spielerische Weise zu einem Ort gemeinsamer Entdeckungen. Neben den versteckten „Fehlern“ rückten dabei auch Bilder, Figuren und besondere Details des Kirchenraumes in den Blick und damit ein Stück seiner Schönheit und Geschichte.

Vielleicht liegt genau darin der besondere Zauber: Kinder schauen unvoreingenommen, fragen nach, lassen sich begeistern und sie erinnern uns Erwachsene daran, dass auch Vertrautes noch Überraschungen bereithalten kann.
Wer alle versteckten Unstimmigkeiten entdeckt hatte, durfte sich über eine kleine Überraschung freuen. Für Kinder und Eltern gab es etwas zum Mitnehmen.

„Lasst die Kinder zu mir kommen“
Die Worte Jesu aus dem Markusevangelium passen deshalb wunderbar zu diesem besonderen Wochenende:
„Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran!“
(Mk 10,14)
Kinder gehören mit ihrer Neugier, ihrem Lachen, ihren Fragen und ihrem Staunen mitten hinein in unsere Kirche.
Vielleicht ist genau das eine der schönsten Erfahrungen dieser Fehlerrallye: Eine Kirche mit Kinderaugen zu entdecken, heißt, das Vertraute für einen Augenblick neu zu sehen und dabei selbst wieder ein wenig ins Staunen zu kommen.
Vielleicht sogar über einen Teddy, einen Löwen oder einen Gartenzwerg, die sich erstaunlich gut in Erinnerung bringen können.