Schon am 10. November 1939 wurden auf Veranlassung von Dechant Heppekausen durch Grundstückstauschvertrag unter den Eheleuten Henrich, Dorn und Bömer die Voraussetzungen für ein geeignetes Grundstücks zum Kirchbau geschaffen, doch erst fast 32 Jahre später, am 10. Mai 1971, erfolgte die Grundsteinlegung der Kirche. Nach dem 2. Weltkrieg stieg die Zahl der Katholiken auf der Zange auf über 2.000 an. Auf Initiative des Zanger Bürgers Erich Höck fand am 30. September 1964 eine Bürgerversammlung statt, die den Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus auf der Zange öffentlich formulierte. Der damalige Pfarrer an St. Servatius, Dechant Dr. Johannes Becker, unterstützte das Anliegen und trug es dem Erzbistum vor. Einen Monat später, im Oktober 1964, wurde ein Kirchbauverein gegründet und mit der Mitgliederwerbung begonnen. In den folgenden Jahren sammelte man Geld und warb bei verschiedenen Verantwortlichen um Unterstützung für den Kirchbau, um die notwendigen Eigenmittel der Gemeinde aufzubringen. Insgesamt wurden mehr als 100.000 DM gesammelt.
Architekt Peter Rieck aus Bad Godesberg entwarf die Kirche, am 23. Januar 1970 reichte er den Bauantrag bei der Stadt Siegburg ein. Am 11. Oktober 1970 war Erster Spatenstich, am 20. Mai 1971 fand die Feierliche Grundsteinlegung durch Dechant Dr. Johannes Becker statt und die Namenspatronin – die Heilige Hedwig – wurde benannt.
Die Einweihung der Kirche nahm Abt Dr. Placidus Mittler OSB am 21. September 1972 im Auftrag von Joseph Kardinal Höffner vor.
Da kein Glockenturm genehmigt worden war begnügte man sich mit einem schlichten Dachreiter, der zwei Glocken barg: Die kleinere gehörte vormals zur alten Krankenhauskapelle, die beim Neubau des Siegburger Krankenhauses abgerissen worden war.
Heinz Josef Stommel