Im Innenraum fällt das große Apsisfenster (Bild 1 in Galerie unten) auf, ferner das dem Coesfelder Gabelkreuz nachempfundene große Altarkreuz (Bild 2) und die in Oberammergau geschnitzte Darstellung des Hl. Josef (Bild 3). Auffällig sind auch die bunten Glasfenster zum Kirchplatz hin, das sogenannte Engelfenster (Bild 4), sowie eine ovale Öffnung in der Decke über dem Altar (Bild 5), welche eine helle Lichtatmosphäre schafft.
Vor dem Engelfenster führen zwei Treppen in die Krypta (Bild 6); hier herunter gehen die Gläubigen traditionell zu Gründonnerstag in einer Prozession zur Gebetswache mit Jesus Christus.
Eine weitere Treppe führt hinauf zur Orgelempore. Am 5. Mai 1995 erhielt die Kirche eine große Weyland-Orgel (Bild 7), welche die bisherige elektrische Orgel ersetzte und nun einen besonderen Blickfang auf der Empore darstellt. Das Orgelgehäuse beherbergt 1730 Orgelpfeifen in einer Größe zwischen 1 Zentimeter und 5 Meter. Das Instrument wurde vom Orgelbauer Weyland aus Leverkusen-Opladen erbaut.
Und wenn zum Gottesdienst geläutet wird, werden im Glockenturm automatisch vier Glocken in Bewegung gebracht: die Christ König Glocke, die Sakramentsglocke, die Marienglocke sowie die Bruder Klaus Glocke. Der weißgetünchte Glockenturm Liebfrauen ist quasi ein Wahrzeichen Kaldauens, mit dem sich dieser einwohnerstarke und familienreiche Ortsteil Siegburgs schon von weitem erkennen lässt.
Horst Stinner
Quellen:
Dr. Stephan Strauß, Juli 2006 (Siegburgs Kirchen)
Festschrift 50 Jahre Liebfrauenkirche Siegburg-Kaldauen