Am 8. September 1953 wurde die neue Abteikirche geweiht. Aus dieser Zeit stammen die heute noch vorhandenen Bänke (Bild 2), die Beichtstühle (Bild 3), der Tabernakel (Bild 4) sowie die Grabplatte im Mittelgang (Bild 5), die den Platz der ursprünglichen Grablege des Hl. Anno vor der Erhebung seiner Gebeine bezeichnet. Das damals ebenfalls neuerrichtete Chorgestühle wurde im November 2015 herausgerissen und vernichtet.
Die wundervollen Buntglasfenster entstanden im Laufe der 1950er Jahre. Die Entwürfe stammen von Ernst Janssen-Winkeln (Mönchengladbach), der in den Fenstern des Kirchenschiffs das Lebend des Abteigründers nachzeichnete (Bild 7). Die Fenster im Chor (Bild 6), angelegt in der Kleinteiligkeit mittelalterlicher Kirchenfenster, sind dem Leben Jesu, aber auch verschiedenen Heiligen, die in der Abtei besondere Verehrung genossen, gewidmet.
Nachdem 1955 die kath. Pfarrei St. Servatius der Abtei den Schrein aus der Werkstatt des Nikolaus von Verdun als Dauerleihage für einen Teil der Reliquien des Abteigründers, des Hl. Anno, zur Verfügung stellte, wurde die Annokapelle (Bild 8) rechts des Kirchen-Haupteingangs angelegt. Die heutige Farbfassung der Kirche stammt aus der letzten großen Renovierung 1984-85.
Aus konservatorischen Gründen wurde die bis Ende der 1970er Jahre steinsichtige Abtei, erbaut aus dem hiesigen Baustein, den Wolsdorfer Brocken, nach und nach verputzt.
Dr. Andrea Korte-Böger