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Vorwort des aktuellen miteinander: Weinberg

Glaube zeigt sich nicht im Reden, sondern im konkreten Alltag: in Versöhnung, Gerechtigkeit und Dienst am Nächsten.
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Datum:
25. Sept. 2026
Von:
Diakon Duc-Y Bui

Liebe Schwestern und Brüder,

im heutigen Evangelium begegnen wir zwei Söhnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.      

Jesus erzählt dieses Gleichnis in einer Situation, in der er die religiösen Führer seiner Zeit herausfordert. Menschen, die sich ihrer Frömmigkeit sicher sind, aber das Herz der Botschaft Gottes übersehen. Die Frage, die Jesus stellt, trifft mitten in unser Leben: ,,Wer von den beiden hat den Willen seines Vaters erfüllt?“

Ein Vater bittet seine Söhne, im Weinberg zu arbeiten. Der eine sagt zunächst „Nein“, bereut aber und geht doch. Der andere sagt „Ja“, bleibt jedoch untätig. Die Antwort ist klar: Nicht das gesprochene Wort zählt, sondern die Tat.

Dieses Gleichnis fordert uns zur Ehrlichkeit vor Gott auf. Es ist leicht, ein „Ja“ auszusprechen, um den äußeren Schein zu wahren oder Konflikten aus dem Weg zu gehen. Doch ein „Ja“ ohne Handeln bleibt leer und bringt keine Früchte. Tröstlich ist die Gestalt des ersten Sohnes, der trotz anfänglichem Widerstand umkehrt und handelt. Das zeigt uns: Es ist nie zu spät für eine Kurskorrektur. Gott wartet nicht auf unsere perfekte Fassade, sondern auf unser echtes Tun.

Jesus stellt uns die Zöllner und Sünder als Beispiel vor, sie galten als „Nein-Sager“ der Gesellschaft, doch sie ließen sich von Jesus berühren und änderten ihr Leben. Die Schriftgelehrten hingegen blieben in ihrem formalen „Ja“ gefangen, ohne sich innerlich zu bewegen.

Glaube zeigt sich nicht im Reden, sondern im konkreten Alltag: in Versöhnung, Gerechtigkeit und Dienst am Nächsten.

Gottes Gnade ist größer als unser Zögern. Er schenkt uns täglich die Kraft, aus unserem „Nein“ ein handelndes „Ja“ zu machen.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche, in der wir mutig dem Ruf Gottes in seinen Weinberg folgen.

Ihr Diakon 

Duc-Y Bui

Weinberg