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Vorwort des aktuellen miteinander: Zeit der Veränderung

Auch in unseren Gemeinden brauchen wir einen überlegten Zuschnitt, damit es an den richtigen Stellen wachsen kann.
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Datum:
16. Okt. 2026
Von:
Pfarrer Karl-Heinz Wahlen

Zeit der Veränderung

Der Herbst ist da. Am vergangenen Montag war ich bis abends spät im Garten beschäftigt. Es gab viel zu tun. Seit dem 1. Oktober darf ja wieder beschnitten werden. Und da war so einiges was weg musste, damit es im nächsten Frühjahr an der richtigen Stelle weiterwächst. Ich wollte auch fertig werden, bevor das Laub von den Hecken und Bäumen fällt, denn wenn das passiert, hat man doppelte Arbeit.

So ist das nun im Herbst. Und wenn jetzt der Winter kommt sieht man von der vielen Arbeit nichts mehr. Erst im Frühjahr wird sich zeigen, ob alles so kommt, wie ich es mir gedacht habe...

Und wozu das alles? Ich liebe meinen Garten - er dient der Erholung und ist der Ort vielfältigen Lebens, der Blumen, Sträucher, Pflanzen, Bienen, Insekten... Allerdings muss das Ganze auch in einem Gleichgewicht stehen, im Verhältnis von Fauna und Flora, aber auch in dem Verhältnis meiner zeitlichen und finanziellen Ressourcen und Möglichkeiten!

 

Zeit der Veränderung

Die haben wir in unseren Kirchen und Gemeinden schon lange... Meist fällt es bei den weniger werdenden Kirchenbesuchern auf, beim Altersdurchschnitt, bei weniger Pastoralen Diensten. Wir lesen von Kirchenaustritten oder kennen selber Menschen, die ausgetreten sind. Wir sehen die leeren Plätze der Verstorbenen, hören von wenigen Taufen und Hochzeiten, erfahren, dass es immer weniger Geld gibt, vermissen Ehrenamtliche, wünschen uns mehr Jugendliche und Familien...

 

Zeit der Veränderung

Manchmal muss im Garten ein Strauch weg, weil beschneiden nicht mehr hilft, er für die anderen Pflanzen zu groß geworden ist. Er nimmt ihnen Licht und Regen. Sie gehen ein.

Auch in den Gemeinden besteht die Frage, was ist für uns zu groß geworden. Wofür, wo und wie setzen wir unsere zeitlichen und finanziellen Ressourcen ein. 

Auch in unseren Gemeinden brauchen wir einen überlegten Zuschnitt, damit es an den richtigen Stellen wachsen kann. Nichts Tun bringt da gar nichts!

Zur Zeit arbeiten wir in den Ortsausschüssen und in den Gremien in der ganzen Pastoralen Einheit (Lohmar - Sankt Augustin - Siegburg) an einem Pastoralen Gebäudekonzept.

Was brauchen wir wo, um unseren Glauben zu leben? Wie geben wir unseren Glauben Ausdruck? Wie setzen wir unsere Ressourcen ein? Wo beginnt Neues, wo läuft Altes aus? Wie können wir Menschen für unseren Glauben gewinnen?

In den nächsten Wochen sind alle eingeladen, die Ergebnisse in Pfarrver-sammlungen zu besprechen, einander zuzuhören. Denn Gott teilt sich mit, wo Ohren offen sind.

 

Pfarrer Karl-Heinz Wahlen

Veränderung