Im Jahr 1891 fasste der Kirchenvorstand von St. Servatius, unter Pfarrer Hermann Joseph Koch, einen Beschluss in Wolsdorf eine Kirche zu bauen. 1895 gründete sich dazu ein Kirchbauverein. So konnte das Vorhaben in den Jahren 1899-1901, unter Pfarrer Hubert Bamberg, verwirklicht werden. Es entstand eine Kirche im neugotischen Stil, der bis heute zu größten Teilen erhalten ist (Bild 1 in Galerie unten). Die Planung und Ausführung oblagen dem Erzdiözesanbaumeister Heinrich Renard. Somit ist die Kirche St. Dreifaltigkeit die zweitälteste Gemeindekirche in Siegburg.
Die Kirche erhielt 1905 die erste Orgel und 1910 drei neue Glocken, von denen aber zwei Glocken 1917 zu Rüstungszwecken im 1. Weltkrieg abgegeben werden mussten. 1927 wurde, unter Pfarrrektor Peter von Weschpfennig, die verbliebene Glocke in Zahlung gegeben und ein neues dreistimmiges Geläute angeschafft.
Bis Anfang der 1940er Jahre erfuhr die Kirche mehrere Umbauarbeiten, die dem jeweiligen Seelsorger der Kirche oblagen und zum größten Teil aus Stiftungen und Spenden finanziert wurden.
Im 2. Weltkrieg blieb die Kirche weitgehend von größeren Schäden verschont. Lediglich zwei der drei Glocken aus dem Jahr 1927 mussten zu Rüstungszwecken abgegeben werden. In den Jahren 1952-56 wurde das Geläute um drei neue Glocken ergänzt, so dass heute ein vierstimmiges Glockenensembles zu hören ist.
Die nach dem 2. Weltkrieg deutlich wachsende Zahl der Gottesdienstbesucher machte es erforderlich, dass die Kirche in den Jahren 1960-62, unter Pfarrer Johannes Ley, nach Osten hin erweitert wurde. Planung und Ausführung oblagen dem Architekten Toni Kleefisch aus Bonn. Ebenfalls erhielt die Kirche 1967 eine neue Orgel, mit zwanzig klingenden Registern, die auf einer Empore des Erweiterungsbaus untergebracht ist (Bild 2).
Stefan Groß