Alle sollen eins sein!

04.10.19 14:21
Thorsten Kluck, Kpl.

Alle sollen eins sein! (Joh 17,21)

Liebe Schwestern und Brüder, 

Vorwort zum 27.Sonntag 2019 (c) Gabi Pöge

am vergangenen Donnerstag haben wir wieder den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Auch wenn es eigentlich ein weltlicher Feiertag ist, lädt er uns dazu ein, einmal darüber nachzudenken, wie es unter uns um den Geist der Einheit bestellt ist, auch um die Einheit im Glauben.

Letzen Endes ist sie ja nichts geringeres als der direkte Auftrag Jesu an uns, die unbedingte Voraussetzung dafür, glaubwürdige Zeugen des Evangeliums zu sein, an deren Leben man ablesen kann, dass ER mit seinem Geist in unserer Mitte gegenwärtig ist. Leider wird allzu oft spürbar, nicht zuletzt durch einschlägige Publikationen, bei denen bestenfalls noch der Titel katholisch ist, dass wir nicht nur in verschiedene Bekenntnisse und Konfessionen gespalten sind, sondern dass diese Entzweiung sich auch mitten durch unsere Kirche zieht. Es wäre eindeutig ein Missverständnis, wollte man die unterschiedlichen Formen gelebten Glaubens gegeneinander ausspielen. Richtig verstandene Einheit bedeutet nichts weniger als Uniformismus! Von der alternativ gestalteten Jugendmesse bis hin zum Choralamt im traditionellen Messritus haben alle Formen ihre Daseinsberechtigung. Sie sind gleichwertig, denn sie sind allesamt der Ausdruck der Sehnsucht von Menschen, auf die – ihrer persönlichen Prägung angemessene Art und Weise – mit dem Göttlichen in Berührung zu kommen. Damit sind wir auch schon beim einzig wichtigen Fundament angelangt auf das aller äußere Ausdruck – so unterschiedlich er auch sein mag – aufbauen will. Dieses Fundament ist unser Herr, ist Christus. Wer das verstanden und verinnerlicht hat, dem wird sich ein ,,Politisieren“ und auch ein Polarisieren von vorneherein verbieten. Ein solcher Mensch kann ganz gelassen eine EINHEIT IN DER VIELFALT zulassen. Er wird gar nicht auf die Idee kommen, die Art, wie andere Menschen ihrem persönlichen Glauben Ausdruck verleihen, sei ein unfehlbares Indiz für deren Rechtgläubigkeit. Katholisch sein verheißt schließlich nichts geringeres, als allumfassend zu sein und das ist der Anspruch, an dem wir uns messen lassen müssen. Wie hat es schon unser Herr gesagt? Im Haus meines Vaters sind VIELE Wohnungen.

In diesem Sinne wünsche ich – im Namen des gesamten Teams – Ihnen und Ihren Familien von Herzen einen gesegneten Sonntag, Ihr

Thorsten Kluck, Kpl.

Kirchengemeinde St. Servatius

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