Abteikirche St. Michael auf dem Michaelsberg (c) Martina Sedlaczek

Die Abteikirche

Am 22. September 1066 weihte der Abteigründer Erzbischof Anno II. von Köln, Kirche und Krypta seines wenige Jahre zuvor gegründeten Benediktiner Klosters St. Michael auf dem Michaelsberg. Von dieser Kirche ist heute nur noch die Unterkirche (Bild 1 in der Bildergalerie unten) mit 12 Säulen vorhanden. Wie die ursprüngliche Kirche aussah, ist nicht überliefert, wir wissen aber, dass sie keinen Hohen Turm, kein starkes West Werk, sondern lediglich einen kleinen Dachreiter hatte.

Eine erste große Veränderung erfuhr dieses romanische Bauwerk, als um 1410 Abt Pilgrim vom Drachenfels die Kirche nach Osten erweiterte und ihr einen gotischen Chor anfügte. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die alte Kirche aus der Gründungszeit vollständige umgebaut und im barocken Stil überformt. In diesen Jahrzehnten erhielt sie auch den heute noch vorhandenen Turm (siehe Foto oben).

Das Langhaus dieser Barockkirche wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs vollständige zerstört; der Turm, der gotische Chor sowie die Unterkirche überstanden das Inferno. Das gesamte Inventar mit allen Altären und Bänken verbrannte.

Die nach dem Kriegsende zurückkehrenden Benediktiner unter ihrem Abt Ildefons Schulte Strathaus beschlossen den Wiederaufbau. Die Kirche wurde unter Beibehaltung des gotischen Hochchores auf dem Grundriss und mit der Pfeilereinteilung der romanischen Kirche erbaut. Bei der Entschuttung der Ruine hatte man diese historischen Fundamente aufgefunden. Insgesamt entstand im Stil der Nachkriegszeit eine neue Kirche, die historisch in dieser Gestalt nie zuvor existiert hatte und in die in einer eigenständigen, architektonischen Leistung Architekt Peter Krücken, Königswinter, romanisch-gotische Überlieferungsteile einband. 

Am 8. September 1953 wurde die neue Abteikirche geweiht. Aus dieser Zeit stammen die heute noch vorhandenen Bänke (Bild 2), die Beichtstühle (Bild 3), der Tabernakel (Bild 4) sowie die Grabplatte im Mittelgang (Bild 5), die den Platz der ursprünglichen Grablege des Hl. Anno vor der Erhebung seiner Gebeine bezeichnet. Das damals ebenfalls neuerrichtete Chorgestühle wurde im November 2015 herausgerissen und vernichtet. 

Die wundervollen Buntglasfenster entstanden im Laufe der 1950er Jahre. Die Entwürfe stammen von Ernst Janssen-Winkeln (Mönchengladbach), der in den Fenstern des Kirchenschiffs das Lebend des Abteigründers nachzeichnete (Bild 7). Die Fenster im Chor (Bild 6), angelegt in der Kleinteiligkeit mittelalterlicher Kirchenfenster, sind dem Leben Jesu, aber auch verschiedenen Heiligen, die in der Abtei besondere Verehrung genossen, gewidmet.

Nachdem 1955 die kath. Pfarrei St. Servatius der Abtei den Schrein aus der Werkstatt des Nikolaus von Verdun als Dauerleihage für einen Teil der Reliquien des Abteigründers, des Hl. Anno, zur Verfügung stellte, wurde die Annokapelle (Bild 8) rechts des Kirchen-Haupteingangs angelegt. Die heutige Farbfassung der Kirche stammt aus der letzten großen Renovierung 1984-85.

Aus konservatorischen Gründen wurde die bis Ende der 1970er Jahre steinsichtige Abtei, erbaut aus dem hiesigen Baustein, den Wolsdorfer Brocken, nach und nach verputzt. 

Dr. Andrea Korte-Böger

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