Liebfrauen (c) Gabi Pöge

Kirche Liebfrauen

Das starke Wachstum von Kaldauen nach dem Zweiten Weltkrieg führte 1953 zum Neubau des Marienheims, eines Gemeindehauses mit Jugendheim, in dessen Saal eine Notkirche eingerichtet wurde. Bald kam auch die Frage nach einer eigenen Kirche auf. So wurde der damalige Kaplan von St. Anno, Paul Moog, von der Bistumsleitung damit beauftragt, alles Notwendige für den Kirchbau vorzubereiten und das Gemeindeleben zu aktivieren. Pfarrer Moog wurde im Oktober 1952 in der damaligen Pfarrkirche St. Antonius in Seligenthal als Nachfolger von Pfarrer Mathias Stockmann in sein neues Amt eingeführt. Als ein passendes Grundstück gefunden worden war, konnte mit den Planungen für die Kirche begonnen werden. Als Notbehelfe für die Feier der Gottesdienste dienten zunächst der Saal in der Gastwirtschaft Braun und später das bereits 1954 fertiggestellte Marienheim. Die Liebfrauen-Kirche konnte nach mehreren Vorentwürfen des Kölner Architekten Paul Krücken 1958/59 erbaut werden. Am 7. Mai 1959, dem Christi Himmelfahrtstag, fand die Weihe der neuen Kirche durch Weihbischof Cleven statt. Im Zuge einer 1986 durchgeführten Sanierung (Arch. Ignaz Bröhl, Siegburg/ Ing. Erich Wagener, Bonn) erfolgte u.a. eine Betonsanierung der in der Wandkonstruktion verborgenen Teile. Um die konstruktiven Kältebrücken zu beseitigen, wurde 1998/99 u.a. ein außen liegendes Wärmedämmverbundsystem aufgebracht (Arch. Guido Casper, Eitorf).

Kircheninnenraum

Im Innenraum fällt das große Apsisfenster (Bild 1 in Galerie unten) auf, ferner das dem Coesfelder Gabelkreuz nachempfundene große Altarkreuz (Bild 2) und die in Oberammergau geschnitzte Darstellung des Hl. Josef (Bild 3). Auffällig sind auch die bunten Glasfenster zum Kirchplatz hin, das sogenannte Engelfenster (Bild 4), sowie eine ovale Öffnung in der Decke über dem Altar (Bild 5), welche eine helle Lichtatmosphäre schafft. 
Vor dem Engelfenster führen zwei Treppen in die Krypta (Bild 6); hier herunter gehen die Gläubigen traditionell zu Gründonnerstag in einer Prozession zur Gebetswache mit Jesus Christus.

Eine weitere Treppe führt hinauf zur Orgelempore. Am 5. Mai 1995 erhielt die Kirche eine große Weyland-Orgel (Bild 7), welche die bisherige elektrische Orgel ersetzte und nun einen besonderen Blickfang auf der Empore darstellt. Das Orgelgehäuse beherbergt 1730 Orgelpfeifen in einer Größe zwischen 1 Zentimeter und 5 Meter. Das Instrument wurde vom Orgelbauer Weyland aus Leverkusen-Opladen erbaut.

Und wenn zum Gottesdienst geläutet wird, werden im Glockenturm automatisch vier Glocken in Bewegung gebracht: die Christ König Glocke, die Sakramentsglocke, die Marienglocke sowie die Bruder Klaus Glocke. Der weißgetünchte Glockenturm Liebfrauen ist quasi ein Wahrzeichen Kaldauens, mit dem sich dieser einwohnerstarke und familienreiche Ortsteil Siegburgs schon von weitem erkennen lässt. 

Horst Stinner

Quellen:
Dr. Stephan Strauß, Juli 2006 (Siegburgs Kirchen)
Festschrift 50 Jahre Liebfrauenkirche Siegburg-Kaldauen

Anschrift

Kirche Liebfrauen
Antoniusweg 1
53721 Siegburg 

Kirchengemeinde St. Servatius

Mühlenstraße 6
53721 Siegburg

In Notfällen:
0152 21697981

Telefonisch und persönlich erreichbar:

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