Auf dem Weg zu einem schönen Garten

10.07.20 16:38
Carmen Kremser

Liebe Gemeinde,

heute hören wir das Gleichnis vom Sämann. Das Ziel Jesu für uns, als Zuhörer, ist, dass wir Menschen wie gutes fruchtbares Land sind, das bis zu 100-fach Frucht bringt.     

Wie können wir gutes Land sein und wie kann das Reich Gottes bis zu 100-fach Frucht in uns bringen? Das Saatgut ist hochwertig, aber wir allein bestimmen, ob aus der Saat etwas wird oder ob sie aufgepickt, zertreten wird, erstickt oder verbrennt.

Acker (c) Martina Sedlaczek

Vergleichen wir uns mit einem Acker, der – wie im Gleichnis – all diese verschiedenen Bodenbeschaffenheiten aufweist und auf die der Same der Botschaft Jesu fällt, dann stehen wir vor der fundamentalen Anfrage Gottes, die er an uns Menschen richtet: Wo bist du?      

In mir ist so Manches festgetreten, überwuchert von Gestrüpp, den Vögeln überlassen. Was sind denn die Disteln, die Dornen, das Unkraut in mir? Oft merken wir nicht einmal mehr, was alles in uns wuchert. Ich denke nur an die vielen Vorurteile, mit denen wir anderen begegnen, die Überbeschäftigung mit hunderttausend Dingen, die uns keine Zeit mehr geben, um Gottes Wort aufzunehmen und wachsen zu lassen.  

All die Lieblosigkeiten und das Desinteresse an den Menschen um uns herum, die wie ein Frost auf gute Saat wirken und sie langsam aber sicher erfrieren lassen. Wir merken gar nicht mehr, wie sehr wir uns mit uns selbst beschäftigen, wobei der Boden auf dem wir stehen hart wie ausgetretener Weg wird, oder alles um uns herum mit Dornen überwuchert wird.   

Selbst, wenn es in mir fruchtbare Flecken gibt, so kann ich doch nicht übersehen, wie wenig das ist, wenn ich auf den gesamten Acker meines Lebens schaue. Und so, wie die Jünger interessiert nach der Bedeutung diese Gleichnisses fragen, so darf ich mir sicher sein, dass Gottes Güte und Barmherzigkeit mir weiterhelfen, wenn ich mich vertrauensvoll an ihn wende. Er hilft mir, dem Ruf nach Umkehr nicht auszuweichen, sondern die Richtung zu ändern. Dann werde ich im Weg der Liebe echte Sinnerfüllung finden und das Reich Gottes durch gute Taten aufbauen, weiterbauen und erhalten können.

Auf dass wir alle zu einem schönen sommerlichen einladenden Garten werden Ihre Gemeindereferentin Carmen Kremser

Blumengarten (c) Martina Sedlaczek

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