Aufgeschlossen und mutmachend

16.04.21, 10:00
Gert Scholand

Im Johannes-Evangelium des Ostersonntags, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

erleben wir den auferstandenen Jesus beim Zusammentreffen mit Maria von Magdala noch sehr zurückhaltend. Der Evangelist Lukas lässt im heutigen Evangelium den Auferstandenen seinen ängstlichen Jüngern aufgeschlossen und mutmachend begegnen. Sie sollen ihn anfassen: „Ich bin es selbst. Kein Geist hat Fleisch und Knochen.“ Er erbittet sich etwas zu essen. Er nahm ein Stück gebratenen Fisch und aß es vor ihren Augen. Jesus möchte die Zweifel in ihren Herzen und Köpfen auslöschen. Viele von uns zweifeln doch auch, ob diese Geschehnisse mit Jesus von Nazareth mit der Wirklichkeit übereinstimmen. Die Jünger, die damals mit Jesus umherzogen, ihm folgten, schienen ihm doch auch zu glauben. Wir kennen die unterschiedlichen Szenen, wo sie ihn verraten, verlassen, verleugnen, ja verkauft haben. Hat sich die Welt seit damals so geändert?

Eine große Anzahl Menschen, auch Christen, haben von morgens bis abends, aus kleinen wie großen Anlässen Probleme zu bewältigen, leben im Streit. Nicht wenige Christen sind einfach müde wegen der immer noch nicht aufgearbeiteten Missbrauchsfälle, andere haben längst resigniert und die Glaubensgemeinschaft verlassen. In nicht wenigen Teilen unserer Erde leben Millionen Menschen in nicht zu ertragendem Elend, angeblich Mächtige setzen sich mit roher Waffengewalt über ihre Landsleute hinweg, sperren sie rechtswidrig über lange Zeit in Straflager. Müsste dem Auferstandenen nicht längst der Geduldsfaden bei all den unerträglichen Geschehnissen gerissen sein?

Nehmen wir die vielfältigen Ereignisse aus Jesu Leben im ständigen Kontakt mit seinen Jüngern ganz ernst, dann können wir feststellen: Er erklärt seinen Jüngern die Schrift, schärft ihr Verständnis, wie schon den Emmausjüngern und bei den vielfältigen Gelegenheiten vor der Auferstehung. Er will, dass auch wir ihn und seine Lebensbotschaft bezeugen. Doch er kennt, wie niemand sonst, unsere Schwachheiten und das Zögerliche unserer Zeugnisse. Der Auferstandene weiß wie kein anderer, dass die Menschen in der Welt mit viel Schrecken leben müssen und er ist nüchtern genug einzuschätzen, dass wir uns in unserer menschlichen Schwachheit nie ganz auf seine Seite schlagen werden. Doch so will er uns, jede und jeden von uns unverfälscht. So wie er mit seinen Jüngern auch nach seiner Auferstehung immer wieder zusammengekommen ist, will er mit uns den Weg des Lebens gehen. In seinem Wort und in den Sakramenten bleibt er bei uns, alle Tage bis zum Ende der Welt.

Dass Jesus, der Auferstandene, immer bei uns bleibt, wünscht

Diakon Gert Scholand

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