Augen zum Himmel

22.05.20 09:00
Shaji Antony Panakal
7. Sonntag der Osterzeit2020 (c) Gabi Pöge

Das Evangelium vom Sonntag berichtet über eines der besten Gebete Jesu. „Jesus erhob seine Augen zum Himmel und betete“. Es bedeutet, Jesus hat Augenkontakt mit seinem Vater.

In der Apostelgeschichte hören wir von Stephanus vor seiner Steinigung: 

 „…erfüllt vom Heiligen Geist, blickte er zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.“ (Apo.7, 55- 56). 

Das Gebet ist also eine Beziehungssache. Deswegen definiert die Hl. Teresa von Avila das Gebet als: „Denn meiner Meinung nach ist inneres Beten nichts anderes als Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt.“ 

In dieser Beziehung nennt Jesus Gott „Vater“ und er hat auch uns belehrt, Gott „unsern Vater im Himmel“ zu nennen. Von ihm kommt er her, zu ihm kehrt er zurück. „Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ (Joh.16, 28). In jedem Augenblick sieht er sich dem Vater gegenüber, ja, er weiß den Vater in sich und sich in ihm. Alles, was er ist, verdankt er ihm. Er ist „ganz der Vater“ und will ganz dem Vater gehören. Alles, was er tut, erfüllt den Willen des Vaters. „Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat.“ (Joh,4, 34). 

Das Reich, das Jesus ansagt und das mit ihm anbricht, ist das Reich des Vaters. Immerzu geht es ihm darum, den Vater zu verherrlichen und das Werk zu vollenden, das ihm der Vater aufgetragen hat. Am Kreuz übergibt er es und sich selber dem Vater: „Vater in deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk.23, 46). Bei ihm ist der Vater der erste Ursprung, das letzte Ziel und das innerste Zentrum, auf das alles ausgerichtet ist. Bei uns sollte das auch so sein. 

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