Der Glaube und die Tat

25.06.21, 08:25
Pater Shaji Panakkal 

Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, ……

Der Evangelist Markus erzählt an diesem Sonntag über die Jairus Tochter, die zum Leben auferweckt wurde und über eine Frau, die zwölf Jahre an Blutfluss litt und von Jesus geheilt wurde. Ich möchte über die Geschichte der zweiten Frau schreiben, die mich beeindruckt hat. 

Denn die an Blutfluss leidende Frau hatte eine außergewöhnliche innere Einstellung. Das zeigte sie, als sie sagte: „Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.“ Zwei Sachen sind hier sehr wichtig bei dieser Frau: der Glaube und die Tat. Vorbildlich zeigt uns diese Frau wie Glaube und Tat zusammen praktiziert werden sollen. So ein tief gefestigter Glaube ist ein Beispiel für uns alle Gläubigen. 

Nach dem damaligen Gesetz war die Frau eine Unberührbare, weil sie unrein war. Durch ihren Stand in der Gesellschaft war das Erscheinen bei Versammlungen und öffentlichen Plätzen schwierig für sie. Deshalb berührte sie Jesus nicht von vorne, nur von hinten. Die Berührung war auch nicht auf sein Gewand, sondern den Saum, also den Rand seines Gewandes. Aber nicht der Saum, sondern ihre Überlegung und Glaube haben sie geheilt. Durch ihre innere Überzeugung traute sie sich, aus dem Rand der Gesellschaft in die Nähe von Jesus zu kommen. 

Nach der Heilung aber sagte Jesus zu ihr: „Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein.“ Jesus sagte nicht: Dein Glaube wird dich heilen, sondern: hat dich geheilt. D.h. weil du geglaubt hast, bist du schon gesund geworden.

Doch was symbolisiert das Blut? „Man kann die blutflüssige Frau als Bild für die menschliche Natur verstehen. Die Sünde floss hervor, weil sie die Seele tötet und so gleichsam das Blut unserer Seelen vergießt. Sie konnte von vielen Ärzten nicht geheilt werden, weder von den Weisen dieser Welt, noch vom Gesetz, noch von den Propheten. Doch sobald sie das Gewand Christi berührte, wurde sie geheilt: Wer nämlich an den fleischgewordenen Sohn glaubt, der ist es, der den Saum seines Gewandes berührt“ (Hl.Theophylactus).

In der Welt, wo die Naturwissenschaft eine große Rolle spielt und der Glaube noch eine große Herausforderung ist, ist die vom Blutfluss geheilt Frau ein starkes Vorbild für uns. 

Pater Shaji Panakkal 

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