Erste öffentliche Gottesdienste

03.05.20 15:00
Martina Sedlaczek
Eingang (c) Martina Sedlaczek

An diesem Wochenende konnten wir nach mehrwöchiger Zwangspause wieder öffentliche Gottesdienste feiern, allerdings unter den auch sonst üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Diese Regeln gelten bis auf weiteres.

Die Zugänge in die einzelnen Kirchen sind nur durch eine, die Ausgäge nur durch eine andere Tür möglich.

Auch eventuelle einzuhaltende Abstände vor den Kirchen sind gekennzeichnet, falls mehrere Menschen gleichzeitig eintreffen.

An diesem Wochenende kam es an keiner Kirche zu Engpässen oder Gedränge.

Empfang mit Listen, Masken und Ablaufinfo (c) Martina Sedlaczek

Ein kleiner Infostand erwartet den Messbesucher vor oder im Eingangsbereich der Kirche, die nur mit Mund-Nasenschutz betreten werden darf.

Neben der Kontaktliste gibt es dort ggf. einen Mund-Nasenschutz sowie ein Infoblatt, in dem der Ablauf und alles Wichtige dieser besonderen Art Messe zu feiern noch einmal erklärt wird.

Listen für Gesundheitsamt (c) Sabine Nelles

Die Stadt Siegburg hat eindringlich darum gebeten, alle Gottesdienstbesucher in Kontaktlisten mit Name, Anschrift und Mailadresse (alternativ Telefonnummer) zu erfassen. So können im nachhinein alle Messbesucher informiert werden, sollte einer der Besucher positiv getestet werden.

Für jede Kirche gibt es eine, durch die Abstandsregeln sich ergebende, Beschränkung der Gottesdienstbesucherzahl.

 

Sitzplatz (c) Martina Sedlaczek

Im Kirchenraum sind Sitzplätze ausgewählt und markiert, die den nötigen Abstand zum Nachbarn gewährleisten. Paare können auch zu zweit an einem markierten Platz zusammen sitzen.

Der Mund-Nasenschutz muss während der Messe nicht zwingend getragen werden.

In den heutigen Messen wurde auf Gesang größtenteils verzichtet bzw. die Organisten sangen alleine.

Einzelkommunion_Corona_Ostern_2020 (c) Martina Sedlaczek

Die Kommunionausteilung wird vorerst in allen Messen an das Ende verlegt. So kann sie mit mehr Ruhe und unter Einhaltung der Abstandsregeln empfangen werden. Mit der Zange einzeln auf die jeweils desinfizierte Patene gelegt - dies bedeutete einen kontaktlosen Empfang der heiligen Kommunion.

Kommunion (c) Martina Sedlaczek

Vieles drum herum war in den Messen an diesem Wochenende anders, vom Hineingehen in die Kirche bis zum "nur" Zunicken beim Friedensgruß.

Und so hatte Pfarrer Wahlen in seiner Messe das Lukasevangelium mit dem Lobgesang Marias, das Magnificat, ausgewählt. In seiner kurzen Ansprache resümierte er: Wer hätte vor zwei Monaten gedacht, dass all die, die in unzähligen Fernsehshows zu wichtigen Menschen gemacht wurden, plötzlich niemanden mehr interessieren, dass die millionenschweren Stars des Fussballs absolute Nebensache werden und dass stattdessen die Menschen in den Pflegeberufen und anderen Dienstleistungsberufen, wie die Verkäufer*innen, wichtig geworden sind und plötzlich Wertschätzung erfahren.

" ... er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen".

Helfer mit Nasen-Mundschutz (c) Martina Sedlaczek

Wir Helfer, bei unserem Einsatz nahe an den Menschen natürlich auch mit Mundschutz, waren durchaus mit gemischten Gefühlen gekommen und erleichtert.
Die Menschen hielten sich an die Vorgaben, waren dankbar wieder Messe feiern zu dürfen und manch einer bedankte sich am Eingang für den Einsatz all derer, die dies wieder möglich machen.

Abstand (c) Martina Sedlaczek

Messe mit Abstand feiern, spürt man da überhaupt Gemeinschaft, ist es nicht ein komisches Gefühl?
Ja, es ist anders, aber durch die Begrüßung jedes einzelnen an der Türe ist es ein ganz anderes Betreten, Hineingehen in den Gottesdienst. Und nach so vielen Wochen der Abstinenz überwog heute bei allen die Freude darüber, ihn endlich wieder feiern zu können und spätestens beim sich bewusst Umdrehen und Zunicken zum Friedensgruß wurde man sich der feiernden Gemeinschaft nochmal besonders gewahr. 
In Ruhe für sich und doch in Gemeinschaft, ein Gefühl, dass wir aus dem privaten Leben der letzten Wochen alle kennen.

 

Ausgang (c) Martina Sedlaczek

Nach dem Kommunionempfang bleibt die Möglichkeit zum stillen Gebet.

Der Ausgang erfolgt durch eine separate Türe, wo auch die Opferkörbchen stehen. Die übliche Kollekte durch die Reihen findet aus bekannten Gründen nicht statt.

Und das miteinander zum Mitnehmen sollte auch nicht fehlen.

Einarbeitung Neuküsterin (c) Martina Sedlaczek

Für unserere Koordinationsküsterin Inge Moors war es heute aus einem ganz anderen Grund ein freudiger Sonntag: Sie konnte eine neue ehrenamtliche Küsterin einarbeiten - Frau Angelika Kirsch, Lektorin und Kommunionhelferin an St. Servatius, wird künftig die hauptamtlichen Küster bei ihrem Dienst unterstützen - wie viele andere Ehrenamtler an unseren vielen Kirchen in der ganzen Gemeinde.

Kirchengemeinde St. Servatius

Mühlenstraße 6
53721 Siegburg

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0152 21697981

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