Erwachsenenimpuls am 5. Fastensonntag

21.03.21, 11:50
Ivan Zlatunic

Die Fastenzeit ist nicht die Freude des Lebens "nein" zu sagen, sondern die wahre Freude des Lebens "ja" zu sagen. Ich werde diesen fünften Fastensonntag beginnen, in dem ich das Evangelium von Markus 1-29-39 interpretiere.

Evangelium nach Markus 1,29-39

Evangeslist Markus (c) Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war.

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Liebe Gemeinde,

das Evangelium beschreibt die Heilung der Schwiegermutter des Petrus durch Jesus und dann die vieler anderer kranker und leidender Menschen, die zu ihm kommen. Jesus Christus ist der Sohn Gottes, der Barmherzigkeit und der Liebe. Es gab keine Krankheit, die Jesus nicht heilen konnte. Die Schwiegermutter des Petrus ist die erste Heilung körperlicher Natur, von der Markus berichtet: Die Frau lag mit Fieber im Bett; Jesus Haltung und Geste ihr gegenüber sind bezeichnend: „Er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtet sie auf". Es liegt so viel Sanftmut in dieser einfachen Handlung. Der Sohn Gottes offenbart seine Herrschaft nicht "von oben nach unten", nicht aus der Ferne, sondern indem er sich herabbeugt, indem er die Hand ausstreckt; er offenbart seine Herrschaft in der Nähe, in der Zärtlichkeit und im Mitgefühl. Gott macht sich nah und er macht sich nah mit Zärtlichkeit und mit Mitgefühl. „Sich bücken, damit der andere aufstehen kann. Vergessen wir nicht, dass die einzige rechtmäßige Art und Weise, auf eine Person herabzuschauen, darin besteht, dass man ihr die Hand hinhält, um ihr beim Aufstehen zu helfen. Die einzige. Und das ist die Sendung, die Jesus der Kirche anvertraut hat“, sagte Papst Franziskus. 

Im Evangelium können wir auch beobachten, dass Jesus Christus in der Synagoge predigte und dass er die Dämonen austrieb. Jesus heilte Menschen in ganze Galiläa, weil er Sie liebt. Unser Jesus Christus ist die Liebe selbst. Jesus sagte, dass er nicht gekommen ist um die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder. Jesus ist ein Arzt der Seele und des Körpers. „Die von Jesus gewirkten Heilungen sind keine magischen Gesten, sondern sie sind immer die Frucht einer Begegnung und einer interpersonalen Beziehung bei der die von Jesus geschenkte Gabe Gottes im Glauben des Empfängers seine Entsprechung findet, wie es das von Jesus oft wiederholte Wort resümiert: „Dein Glaube hat dich geheilt“, sagte Papst Franziskus. 

Das Wort Gottes entspricht seinem Willen. Das Wort Gottes entspricht der Wahrheit, es ist Einheit mit seinem Willen und verwirklicht, was es sagt. Das Wort Gottes besitzt die Kraft, uns in Erstaunen zu versetzen. Das Evangelium ist Wort des Lebens: es unterdrückt die Menschen nicht, im Gegenteil, es befreit alle. Eines der Merkmale des Wortes Gottes besteht darin, dass es verwirklicht, was es ausdrückt. „Jesus, der Autorität hat, der durch seine Autorität Menschen anzieht, der Prophet, der befreit, der Prophet, der verheißen ist, ist der Sohn Gottes, der heilt. Hören wir uns die Worte Jesus an, die Wirkung haben! Wir alle haben Sünden und geistige Krankheit, wir beten zu Jesus: „Jesus, du bist ein Prophet, der Sohn Gottes, der versprochen hat, uns zu heilen. Heile uns!“ –  sagt Papst Franziskus. 

Jesus Liebe ist so groß, dass sein Mitgefühl mehrmals zum Kreuz führte, um sein Leben zu geben. Mitgefühl bedeutet, mit jemandem zu leiden, das Leiden eines anderen anzunehmen, um ihn zu lösen und zu heilen. Jesus kam um mit uns und für uns zu leiden und um sein eigenes Leben zu geben. „Mehrmals am Tag können wir aus den Tiefen seines Herzens ohne laute Äußerung sagen: „Herr, wenn du willst, kannst du! Hab Erbarmen mit mir!““ – sagte Papst Franziskus. Jesus Christus ist die Liebe selbst. In die Liebe zu gehen bedeutet immer wieder zu wissen und zu sagen: „Lass es Gott dein Wille sein“. Habt vertrauen in unseren barmherzigen Gott. 

In der Enzyklika Redemptor Hominis wies der heilige Johannes Paul II. darauf hin, dass Jesus seine gesamte Botschaft in zwei Schreiben gegliedert hat: „Vertraue dem Evangelium" und „Bekehrt euch". Es ist eine Einladung, in die Freude seiner Liebe einzutreten, den Ruf, in die Eucharistie einzutreten. Aber derselbe Jesus, der sagt: „Komm!" und der sich uns hingibt, ruft uns zu: „Bekehrt euch!“ Im Mittelpunkt der Beichte stehen nicht unsere Sünden, sondern die Liebe Gottes. Befreien Sie sich, damit die Liebe in Ihnen Kraft und Raum zum Verankern finden kann. Der Glaube der Kirche hat einen Namen für diese neue Kraft der Liebe: Sie wird Heiliger Geist genannt. Der Heilige Geist ist die Liebe, die aus Christus entspringt, die Liebe in Person von Jesus Christus.              

Ihr Praktikant Ivan Zlatunić

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