"Es ist Zeit." – "Wofür?"

22.09.22, 18:00
Gert Scholand

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

vom 8. bis 10. September konnte sich mein Laptop nur wenig erholen, weil ich Veranstaltungen auf der Herbsttagung des Synodalen Wegs im Frankfurter Messezentrum mit teilweise unterschiedlicher Spannung verfolgte. Schon am ersten Versammlungstag war die Enttäuschung unter der großen Mehrzahl der Delegierten und auch bei mir zuhause sehr groß. Der Grundlagentext zur Sexualität bekam zwar bei einer großen Mehrzahl eine Abstimmungsmehrheit, doch durch das Sperrvotum konservativer Bischöfe wurde dieser wichtige Text abgelehnt, denn die Bischöfe müssen mit einer Zweidrittelmehrheit zustimmen. Es war zu Beginn dieser 4. synodalen Versammlung der besonnenen Entscheidung der Präsidentin Frau Dr. Stetter-Karp und des Präsidenten Bischof Dr. Bätzing zu verdanken, dass der Synodale Weg nicht abrupt beendet war. Während der Abschlusskonferenz am Samstag sprach Frau Stetter-Karp von einer „gewissen Achterbahnfahrt“ an den Versammlungstagen, doch eine Anzahl wichtiger Beschlüsse habe bedeutende Mehrheiten bekommen. Der Synodale Weg kann weiter gegangen werden, mit vielen Einzelforen zur Verbesserung noch ausstehender Beschlusstexte bis März 2023, der 5. und letzten Synodal-versammlung. Bischof Dr. Bätzing hat in seiner überzeugenden Art immer wieder die Notwendigkeit von Veränderungen in der katholischen Kirche erklärt. Für ihn, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK),  steht an erster Stelle die Weltkirche, die allerdings durch die Beschlüsse der Teilnehmer des Synodalen Wegs angeregt werden wird, in Rom mit Papst Franziskus und der Weltbischofssynode weitreichende Veränderungen zu entscheiden. So ist der Text zur Öffnung kirchlicher Ämter für Frauen mit großer Mehrheit auch der Bischöfe angenommen worden. Es waren Frauen, die die österliche Botschaft von Jesu Auferstehung von den Toten zuerst verkündet haben – Maria von Magdala. So ist nicht die Teilhabe von Frauen an allen kirchlichen Diensten und Ämtern zu begründen, sondern, warum Frauen vom sakramentalen Amt ausgeschlossen bleiben sollen. Der beschlossene Text geht ja nicht davon aus, dass in kürzerer Zeit  Frauen zu Diakoninnen und Priesterinnen geweiht werden, sondern dass in Rom, in der gesamten Weltkirche, dieses Thema nicht weiter mit Gesprächsverbot belegt bleibt, sondern die bisherigen Regelungen überdacht, in der Diskussion bleiben und in überschaubarer Zeit fruchtbare Änderungen folgen. Eins ist sehr hoffnungsvoll: Der Synodale Weg wird weiter beschritten, mit der Kraft des Heiligen Geistes sind wir alle angetrieben die Wahrheit zu suchen. Nur mit der Stärkung durch Gottes Geist können wir die Einheit mit unserem Papst und der Weltkirche erhalten. Dass wir alle noch intensiver um das Gelingen des Synodalen Wegs beten, wünscht

Diakon Gert Scholand

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