Die Wettervorhersage war nicht berauschend. So tagte am frühen Donnerstagmorgen der Krisenstab auf dem Marktplatz. Draußen aufbauen und es wagen oder die Messe in der Kirche feiern? Ein "Glaubt doch einfach mal" gab den Ausschlag für die Mehrheitsentscheidung: Wir wagen es!
Um halb neun kamen die Helfer zum Aufbau und mit vereinten Kräften war kuz nach neun auf dem Marktplatz alles bereit: Die Bänke standen in Zweierreihen, die am Vorabend schon aufgebaute Bühne war in einen Altar verwandelt worden, Technik samt Lautsprecheranlage installiert.
Nach und nach trudelten die Messbesucher auf dem Marktplatz ein und jeder der wollte erhielt neben dem Liedheft einen kleinen Ansteckbotton mit dem Logo unserer Kirchengemeinde (Auflösung in der Predigt).
Trotz der ungewissen Wettervorhersage waren alle Bänke dicht besetzt und rundherum standen noch viele Menschen. Und das Wetter hielt, auch wenn immer wieder dunkle Wolken vorüberzogen, es regnete nicht. Das leichte Grollen, das so mancher glaubte zu hören und besorgt zum Himmel schaute, war nur das Geräusch des Windes am Headset von Pfarrer Wahlen.
Zur Verdeutlichung seiner Predigtbotschaft hatte Pfarrer Wahlen eine Tube Kleber mitgebracht. In unserem Leben, in den Familien und in unserer Gemeinschaft gibt es immer wieder Brüche. Die erste Stufe vom Kleber ist der Glaube. Daraus folgt die Tugend, heißt, Eigenschaften, die man braucht, um im Leben bestehen zu können wie Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Es folgen Erkenntnis, Selbstbeherrschung (man kann nicht alles machen, was man möchte), Ausdauer, Frömmigkeit, Geschwisterlichkeit. Und aus dem Miteinader wächst schließlich die Liebe. Das ist der Kleber - dass wir aus dem Miteinander heraus leben. Jesus ist der Kleber, der alles zusammenfügt und zusammenhält. Die vor der Messe verteilten Buttons sind das Zeichen unserer Gemeinschaft.
Am Ende der Messe gab es dann für Joahnnes Schaboltas noch ein Geburtstagständchen zum 19.
"Viel Glück und viel Segen" erklang aus 450 Kehlen über den Siegburger Marktplatz.
Die, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, freuten sich über den in diesem Jahr kürzeren Prozessionsweg durch die Holz- und Scheerengasse, über die Kaiserstraße und den Markt zur Servatiuskirche. Drei Akkordeons begleiteten uns unterwegs.
Zum Schlusssegen war die Servatiuskirche propp gefüllt, bis hinauf auf die Nordempore. Ein großes Lob an alle, dass Ein- und Auszug so problemlos klappten.
Nun ging es zum Servatiushaus hinüber, wo alles für eine die Nachfeier bereitet war. 350 Würstchen wurden gegrillt, 10 Kilogramm Gemüse in zwei großen Pfannen zubereitet und eine lange Tafel mit gespendeten Salaten und Kuchen luden zum Bleiben ein. Die Kinder konnten sich weitere Buttons gestalten und selber pressen.
Ein gelungenes Fronleichnamsfest bis in den späten Nachmittag hinein.
Wir sagen ein ganz herzliches DANKESCHÖN an alle, die dazu beigetragen haben!!!
Liebe Alle!
Mit dieser Mail möchte ich mich ganz persönlich bei allen "Marias" bedanken, die die Fronleichnam-Liturgie und -Prozession mit wunderschönen Texten samt Predigt und Liedern vorbereitet haben. Es war rheinländisch: tiefsinnig und zugleich locker und fröhlich!
Bedanken möchte ich mich auf einer besonderer Weise bei allen "Marthas", die für das leiblich Wohl nach der Prozession gesorgt haben. Kurz gesagt: alles hat geschmeckt, denn es wurde mit Liebe und Hingabe zubereitet und organisiert!
Möge jedes geschriebene und gesprochene Wort, jede Wurst, jedes Kuchenstück, jeden Salat als Gebet für sie und Ihre Familien zum Himmel aufsteigen, und Ihnen das Hundertfache zurückgeben.
Ich bin glücklich und stolz darauf zu dieser Gemeinschaft von Sankt Servatius zu gehören, denn man erlebt wahrhaftig Freundlichkeit und Brüderlichkeit!
Notruf für Krankensalbung:
0152-02697547
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