Zahlreiche Bibel in den unterschiedlichsten Ausgaben zogen die Augen der Kommunionkinder magisch an. Sie vertieften sich in die Abbildungen der mitgebrachten Kinderbibeln, bewunderten ein besonders kostbares Evangeliar aus St. Joseph oder staunten sehr, als sie hörten, dass die hebräische Bibel, die Diakon Kerling für diesen Weggottesdienst ausgeliehen hatte, anders als eine deutsche Bibel gelesen wird, nämlich von hinten nach vorne, also bzw. weil von rechts nach links. Es gab auch sehr ungewöhnliche Bibelausgaben wie z.B. eine Comic-Bibel.
Auch in St. Anno lernten die Kinder und ihre Eltern die Bedeutung der Heiligen Schrift als Wort Gottes „für uns“ kennen. Sie erfuhren, dass das Wort Gottes für uns ganz wertvoll und kostbar ist und dass wir es in unserem Gottesdienst besonders verehren. Denn durch die Heilige Schrift spricht Gott zu uns.
Und welche Geschichte aus der Bibel ist dafür besser geeignet als die Emmausgeschichte aus dem Lukasevangelium! Diese wurde pantomimisch dargestellt und am Ende, als die Jünger, nachdem sie Jesus erkannten, sagten: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?“, öffneten sich auch die Herzen in unserer kleinen Weggemeinschaft ein bisschen mehr.
Im Anschluss an den Gottesdienst holten wir in St. Joseph noch nach, uns die Orgel anzuschauen (dazu hatten wir beim ersten Mal nicht mehr die Zeit gehabt). Organist Dietmar Högen zeigte uns die unterschiedlichen Klänge, Tasten und Pedale und ließ uns auch darauf etwas spielen.
In der Sakristei schrieben wir noch Bibelzitate auf feine Schriftrollen oder gestalteten ein Bibeldeckblatt besonders bunt und wertvoll aus.
In St. Anno öffnete für uns Küster Mario Weber die Safetür in der Sakristei. Hier zeigte er uns vergoldete Kelche, Kännchen und Schalen, erklärte uns deren Bedeutung und beantwortete zusammen mit Sabine Sauerzweig geduldig unsere Fragen.
All unser neugieriges und quirliges Treiben behielt der Heilige St. Anno kritisch prüfend und wachsam im Blick - so erschien es uns zumindest. Heike Esser erzählte uns dabei aus dem Leben und Wirken des Heiligen und warum er so bedeutend für Siegburg ist. Als Erzbischof von Köln und mächtiger Reichspolitiker gründete er 1064 die Benediktinerabtei auf dem Michaelsberg. Nach seinem Tod 1075 in Köln wurde er, auf eigenen Wunsch, in der Siegburger Abteikirche beigesetzt.
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