Karmelfest auf dem Berg

15.07.19 20:10
Martina Sedlaczek und Bettina Heinrichs-Müller
Prozession Karmeltag (c) Susanne Coenen

Für unsere Karmeliten ist Maria,  die liebe Frau vom Berge Karmel, das Vorbild eines Menschen, der in Gemeinschaft mit Gott gelebt hat. Mit ihrer besonderen Verehrung bekennen sie, dass nur ein Leben in lebendiger Beziehung und Gemeinschaft mit Gott und dem daraus folgenden Einsatz für die Mitmenschen sinnvoll ist. Viele Gemeindemitglieder waren der Einladung der indischen Karmeliten gefolgt und fanden sich in der Servatiuskirche zur ersten Statio ein.

Prozession Karmeltag (c) Susanne Coenen

Gebet: - Maria, unsere liebe Frau vom Berge Karmel, Du hast ja gesagt, als der Engel Gottes dich anrief. Du hattest Fragen und Zweifel, aber du hast dich trotzdem getraut. Du wusstest nicht, wie alles gehen sollte, aber du bist trotzdem hoffnungsvoll gefolgt. Sei du uns Vorbild zu Anfang und Neubeginn. Heilige Maria, bitte für uns.

Prozession Karmeltag (c) Nina Burk

Schweigend, betend und singend zog die Prozession, mit Maria auf einer eigens aus Holz angefertigten Trage, von vier Pfadfindern gestemmt, den Michaelsberg hinauf. Musikalisch begleitet von Frau Schaboltas mit dem Akkordeon. Messdiener verschiedener Kirchtürme, Schützen, Pfadfinder, Ordensschwestern und viele viele Freunde des Karmels zogen mit bis zur 2. Statio auf der Höhe des Hexenturms.

Prozession Karmeltag (c) Susanne Coenen

Gebet: : Heilige Maria, Mutter Gottes, Du warst selbst Mutter und kennst die Sorgen und Ängste von uns Menschen. Daher beten wir zu Dir und vertrauen uns Dir an. Sei Du auch weiterhin unsere Mittlerin. Heilige Maria, bitte für uns.

Prozession Karmeltag (c) Nina Burk

Am Rosengarten dann die 3. Statio. 
Gebet: Maria, wie oft warten wir im Alltag auf die ganz großen Gelegenheiten, auf die Glücksmomente, um Gott zu erfahren. So kann es sein, dass wir in unserem Alltagstrott Gott manchmal gar nicht mehr wahrnehmen ...

Prozession Karmeltag (c) Susanne Coenen

... Dabei kommt er meist mitten in den alltäglichen Routinen, wenn der Alltag ermüdend und langweilig ist. So wie bei dir, Maria. Lass uns von dir lernen, den Alltag nicht gering zu schätzen, sondern hinzuhören und hinzuschauen, wo sich Gott in meinem Leben Bahn bricht, achtsam zu bleiben für Gott. Heilige Maria, bitte für uns.
Liebevoll streuten Kommunionkinder und Messdiener Rosenblätter um die Marienstatue.

Messe Karmeltag (c) Susanne Coenen

Die letzte Statio dann in der Abteikirche.
Gebet: Maria, auch heute erleben viele Menschen Flucht und Vertreibung, Angst und Sorgen, manche den Tod der eigenen Kinder. Du hast all das selbst erlitten und bist Gott dennoch treu geblieben, hast den schmerzhaften Weg deines Sohnes begleitet. So konnte ein neuer Weg beginnen, vom Tod zum Leben, von der scheinbaren Niederlage zur Auferstehung. Lass uns immer daran denken, wenn wir mutlos und verzweifelt sind. Heilige Maria, bitte für uns.

 

Messe Karmeltag (c) Susanne Coenen

Dann feierten alle zusammen die Heilige Messe: Die, die mit der Prozession zu Fuß auf den Berg gekommen waren und die, die aus gesundheitlichen Gründen hochgefahren waren. Pfarrer Wahlen zelebrierte seine erste Messe oben auf dem Berg, der Kirchenchor St. Marien gestaltete sie musikalisch. 

Ein Höhepunkt des Gottesdienstes, der einen kleinen Einblick in Kultur und Feierfreude der aus Kerala indischstämmigen Patres bot, war der, von indischer Musik begleitete, gesungene Psalm 91. Auf malabarisch – „rheinisch auf indisch“, so Pfarrer Karl-Heinz Wahlen – trugen Schwester Tesline SH, von den im Haus zur Mühlen tätigen Ordensschwestern, und Pater Shaji gemeinsam diesen wunderschönen Psalm vor.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Karl-Heinz Wahlen, welche Bereicherung der Karmel auf dem Michaelsberg sei. „Inder sind Menschen der leisen Töne. Aber es lohnt sich zuzuhören, was sie über ihren Glauben und über sich selbst zu sagen haben.“  Es brauche nicht immer die großen Erlebnisse, sondern Aufmerksamkeit auf das Kleine und Leise. So wie sich Gott, wie es in der Lesung aus 1 Kön hieß, mit einem Säuseln hinter ihm offenbare. Prior Pater Rockson dankte ausdrücklich allen Helferinnen und Helfern, die zu diesem Fest beigetragen hatten

Karmelfest (c) Susanne Coenen

Nach dem Skapuliersegen gab es im festlich hergerichteten Innenhof für alle leckeres Mittagessen, für die ganz Ausdauernden noch Kaffee und Kuchen, für die Neugierigen eine Führung durch das KSI, Krypta und Kirche.
Ein gelungenes Karmelfest endete am Nachmittag mit einer Friedensandacht.
Der Erlös des Karmelfestes kommt der Erweiterung des Mädcheninternates in Odhisa Mission in Indien zugute.

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