"Lebendiger AdventsKalender": 12. Fenster

12.12.20, 06:00
  • Lebendiger Adventskalender
Susanne Haase-Mühlbauer

Der Weg ist das Ziel

„Adventus“ ist das lateinische Wort für die „Ankunft.“ Wir erwarten im Advent die „Ankunft des Herren“. Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorfreude, denn die Christenheit bewegt sich auf ein großes Ziel zu, das es am 24. Dezember zu feiern gibt. 

Das 12. Türchen, das ich heute übernehmen durfte, stellt so etwas wie die „Halbzeit“ dar. Bei einer Wanderung würde man jetzt die Brote auspacken und Rast machen, tief durchatmen und den Blick auf die Landschaft genießen. 

Die Wanderung der Adventszeit sieht für uns alle in diesem Jahr anders aus. Wir wandern zwar gemeinsam, aber wir halten Abstand. Und das fällt schwer.

Manche versuchen vielleicht gerade deshalb neue Wege zu gehen. 

In unserem Stadtteil Zange wird es seit Jahrzehnten das erste Mal an Heiligabend kein Krippenspiel in Sankt Hedwig geben. Für diejenigen, die hier aufgewachsen sind, ist das beinahe unvorstellbar. 

Die Kirche war immer bis zum letzten Platz besetzt. 45 Kinder hatten wir im letzten Jahr im Krippenspiel und die glühende Aufregung vor dem großen Auftritt war für alle das Gefühl, das den Auftakt zum Fest der Geburt Jesu begleitete.

Diesmal wollen wir Abstand wahren, aber dennoch die Nähe der vergangenen Jahre, das Glühen und die Freude empfinden. Geht das überhaupt ohne unsere gewohnten Wege?

Schnell war allen klar:

„Ein neuer Weg muss her!“ hieß die Aufgabe, die wir mit Hygieneregeln, Masken und Abstand lösen wollten.

Die Kinder haben diesen neuen Weg zur Krippe eingeschlagen. Sie malen seit zwei Wochen ihre Rollen und stellen ihre Bilder ab Heiligabend in Sankt Hedwig aus. Dort kann man dann einen Weg durch die Kirche gehen, hintereinander, mit Ruhe und Abstand. 

Man kann dabei die Bilder bewundern, man kann die Engel, Hirten und Könige begleiten, auf ihrem Weg zur Krippe in Bethlehem. 

Gemalt ist der Weg in Acryl auf Leinwand. Rund 50 Bilder werden noch bearbeitet und von unseren Krippenspielkindern fleißig gemalt. 

Einige sind aber schon fertig. Das glühende Feuer der Hirten ist schon gemalt, ein strahlender Engel und eine Palme unter einem Regenbogen. 

Adventsfenster Nr. 12 (c) Susanne Haase-Mühlbauer

Und der kleine Sterndeuter, der die Sterne am Firmament beobachtet. Das von Hugo, 7 Jahre alt, gemalte Bild besitzt eine besondere Aussage, denn der Sterndeuter hat unter all den leuchtenden Himmelskörpern etwas ganz besonders Strahlendes im Blick. Die Darstellung gefällt mir besonders gut, denn sie spiegelt unsere Situation in der Adventszeit:

Der Weg zum Ziel ist ungewiss. Er führt wie der Blick des Sterndeuters „ins Blaue“. 

Doch wir sind uns sicher, dass er mit seinem großen Ziel vor Augen seinen Weg finden wird.

Schon jetzt wird uns eines klar: Neue Wege zu beschreiten muss nicht schlimm sein. Es kann ein Geschenk sein. 

Auf die vielen gemalten Bilder-Geschenke unserer Krippenspiel-Kinder freuen wir uns sehr. Sie liegen alle am Wegesrand unseres Krippenwegs, den man an Heiligabend in Sankt Hedwig zwischen 15.30 Uhr und 18 Uhr begehen kann.

Neue Rollen, neue Wege – bei der diesjährigen "Rollenvergabe" erhielten die Zanger Krippenspielkinder ihre Malaufträger für den Krippenweg in St. Hedwig

Bildervergabe in St. Hedwig (c) Susanne Haase-Mühlbauer

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