Mitten in der Wirklichkeit dieser Welt, einer Welt der Konflikte, Unruhen, Kriege, und Unsicherheiten, in einer lauten, schnellen Welt, feierten wir Ostern, das Fest des Lebens. Aber wir feierten es nicht jubilierend und mit lautem Schalle. Nein, wir feierten es still, besinnlich, aber dennoch feierlich und festlich.
Zuerst draußen die Osterkerze am Osterfeuer, aus einem Funken entzündet. Dann erfüllten wir mit dem „Lumen Christi“ die Anno-Kirche mit unserem österlichen Licht. Das von Diakon Marc Kerling gesungene, aber in kurzen, erklärenden Teilen auch gesprochene Exultet, beantwortete die Fragen der Kinder Niklas und Lennart Siebenmorgen, die sie zu Beginn der Osternacht gestellt hatten, nämlich, warum es so dunkel in der Kirche sei, aber auch, was das für eine ganz besondere Nacht ist. Dann ging es hinein in die Alttestamentlichen Impulse und Lesungen aus den Büchern Genesis, Exodus und Ezéchiel.
Es ertönte „Maach e Leesch aan“, von Heike Esser gesungen, am E-Piano begleitet, mit Gitarre und Schlagzeug leise unterstützt. Dieses „Gloria“ weiß, wie wichtig es ist, gerade in dieser Zeit, „och hück“, dieses Loblied zu singen, aber „vielleicht ein bisschen stiller“: Mit jedem Ton wurde es heller und heller in der Kirche und der Schein vieler Kerzen verdrängte das Dunkle der Nacht. Mit unseren Kerzen feierten wir die Auferstehung Christi, das Licht, das Leben. Der Hochaltar wurde wieder aufgeklappt und österliche Freude machte sich in uns allen wie im Kirchenraum breit.
Festlich ging es erst mit der Taufwasserweihe, der Tauferinnerung und schließlich der Eucharistiefeier weiter. Dabei schuf die stimmungsvolle Musik von Heike Esser (Gesang), Floris Born (Trompete), Christian Mohr und Simon Kerling (jeweils an Schlagzeug und Gitarre) und Diakon Marc Kerling (E-Piano und Orgel) moderne Klänge – im Wechsel mit altbekannten Orgelmelodien wie „Fest soll mein Taufbund immer stehen“ oder „das Grab ist leer“ und einem Händelstück für Trompete und Orgel – eine ganz besondere Atmosphäre während der gesamten Messe.
Nach der Austeilung der Kommunion staunten die Kommunionhelferinnen Sabine Sauerzweig und Diana Recht, Pfarrer Wahlen und Diakon Hubertus Haneke nicht schlecht, denn es war kein Ministrant mehr im Altarraum. Stattdessen informierte sie ein Schild darüber, dass sie nun selbst den Altar abdecken müssten. Dies war also der Osterstreich, den sich wie jedes Jahr die Ministrantinnen und Ministranten einfallen ließen.
Doch der war damit noch nicht zu Ende. Zur Segnung der Brote und Eier für die anschließende Agape-Feier sah Pfarrer Wahlen sich vielfach selbst ins Gesicht, waren doch die Ministrantinnen und Ministranten mit Warnwesten bekleidet und Masken mit seinem Gesicht drauf wieder im Altarraum erschienen. Und für die Messbesucher gab es am Ende auch noch eine Überraschung. 10 Hasenbilder hatten sie in verschiedenen Gotteslöbern versteckt. Wer einen fand, bekam von ihnen einen Schokoladenhasen geschenkt.
So stand einer vergnüglichen Agape-Feier im Anschluss an die Messe nichts mehr entgegen. Noch lange blieben wir in angeregter Unterhaltung vertieft zusammen stehen, stärkten uns am reichhaltigen Buffet aus Brot, Eiern, Wein und anderen Fingerfood-Spenden und stärkten uns gleichzeitig in unserer Gemeinschaft.
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