Unter dem Leitwort „Brich einfach auf…“ machten sich am Samstag rund 60 Pilgerinnen und Pilger gemeinsam auf den Krippen- und Dreikönigsweg von Lohmar nach Siegburg. Eingeladen hatte die Pastorale Einheit Siegburg - Lohmar - Sankt Augustin.
Geführt wurde die Pilgergruppe von Pfarrer Francis, der zusammen mit weiteren aktiven Katholiken an verschiedenen Stationen geistliche Impulse setzte.
Der gemeinsame Weg begann um 10 Uhr an der Pfarrkirche Sankt Johannes in Lohmar. Dort stimmte ein erster Impuls unter dem bekannten Hesse-Wort „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne“ auf die Pilgerwanderung ein. Die Teilnehmenden wurden eingeladen, das neue Jahr bewusst als Geschenk zu betrachten – mit all seinen Chancen, Herausforderungen und Neuanfängen. Im Mittelpunkt stand die Erinnerung daran, dass Gott alle Geschöpfe unter dem Himmelzelt geschaffen hat und dass jeder Mensch berufen ist, seinen Mitgeschöpfen respektvoll, hilfsbereit und würdevoll zu begegnen. Als sichtbares Zeichen dieser Verantwortung und als Mahnung, dass „jeder Mensch ein Königskind“ ist, erhielten alle Teilnehmer eine kleine vergoldete Krone und glitzernde Sternchen – Geschenke, die alle über den Tag hinausbegleiten sollen.
Wie die Weisen aus dem Morgenland vor über 2000 Jahren, so machte sich auch die Pilgergruppe auf den Weg, um dem menschgewordenen Sohn Gottes zu begegnen. Passend dazu trug eine Pilgerin einen goldenen Stern der Gruppe voran.
So ging es durch den winterlichen Lohmarer Wald nach Siegburg – begleitet von Liedern, Texten und Momenten der Stille.
Im Wald spendete Paul Höher einen besonderen forstwirtschaftlichen Impuls. Er berichtete über die Bergische Heideterrasse, einen der artenreichsten Naturräume Nordrhein-Westfalens, zu dem auch das Landschaftsschutzgebiet zwischen Lohmar und Siegburg gehört und den südlichsten Zipfel bildet. Er erinnerte daran, dass in der Natur jedes Rädchen ineinandergreift und das Ökosystem schnell aus dem Gleichgewicht geraten kann. So habe die Rodung des Fichtenwaldes zwischen Lohmar und Siegburg zu massiven Überschwemmungen in den angrenzenden Städten geführt, weshalb die Wiederaufforstung mit großen Anstrengungen betrieben wurde.
Während des Laufens erlebten die Pilger, wie wohltuend Bewegung in der Natur für Seele und Körper ist – ein Impuls, der das Motto des Dreikönigswegs „Bewegen, Begegnen und Besinnen“ auf besondere Weise lebendig werden ließ.
In Siegburg wurde Station in der St.-Anno-Kirche und der Pfarrkirche St. Servatius gemacht. Die dortigen Weihnachtskrippen mit ihren detailreichen Figuren luden zum Staunen und Besinnen ein und erzählten die Weihnachtsgeschichte auf eindrucksvolle Weise. Auch auf dem Siegburger Marktplatz, direkt unter der festlich geschmückten Tanne, fand eine weitere Besinnungsstation statt. Im Mittelpunkt stand der „kleine König“, eine von Diakon Ralf Knoblauch geschnitzte Holzfigur, die den Wert und die Würde jedes Menschen symbolisiert.
Nach knapp sieben Kilometern erreichte die Gruppe das Pfarrzentrum von St. Servatius in Siegburg. Dort warteten eine kräftige Gulasch-Kartoffel-Suppe sowie eine herzhafte Käse-Lauch-Suppe auf die Teilnehmenden – ein wohltuender Abschluss eines bewegenden und inspirierenden Pilgertages. Die Dreikönigsweg-Pilgerwanderung 2026 zeigte eindrucksvoll, wie Bewegung, Begegnung, Besinnung und Begeisterung Menschen verbinden und stärken können. Ein gelungener Start in ein neues Jahr voller Aufbrüche.
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