Präsenz – ein derzeit viel genutztes Wort

05.02.21, 10:21
Dominik Grässlin

Präsenz – dieses Wort begegnet uns in jüngster Zeit immer häufiger und in Kontexten, in denen es früher seltener anzutreffen war. Entweder geht es darum, eine Veranstaltung ins Digitale zu verlegen, oder seltener darum, eine Veranstaltung gerade als das auszuweisen, was sie in der guten alten Zeit vor der Pandemie noch war: eben präsentisch. Auch in der Kirche bildete sich ein griffiger Ausdruck: Sogenannte „Präsenzgottesdienste“ werden angekündigt, abgesagt, besucht, gemieden, vehement verteidigt, kategorisch abgelehnt. Doch um welche Präsenz geht es hier eigentlich? Die physische Präsenz von Gläubigen selbstverständlich. Es ist natürlich immer wünschenswert, wenn zur bloßen physischen Präsenz auch eine geistige Präsenz hinzutritt. Hin und wieder sind wir zwar in der Kirche anwesend, doch gedanklich woanders, etwa weil uns die Vergangenheit beschäftigt und/oder die Zukunft sorgt. Präsenz aber bedeutet gerade Gegenwart. Und da ist einer, der immer gegenwärtig ist, obwohl er sich unseren Augen entzieht: Jesus Christus. Realpräsenz nennen wir seine verborgene Gegenwart im Sakrament der Eucharistie, die nur unser Glaube sieht: Christus ist wirklich da – ohne mit anderem beschäftigt zu sein. Er schenkt sich uns ganz, ohne etwas zurückzuhalten. Die Präsenz Christi ist das Entscheidende und Christus ist der Haupthandelnde in der Liturgie. So muss man sagen: Jede hl. Messe ist ein Präsenzgottesdienst, ja die Präsenzveranstaltung schlechthin!

Für jemanden gegenwärtig zu sein, kann für uns Menschen hingegen anstrengend sein. Nicht nur weil allerlei Vorgaben momentan die Kontakte erschweren. Auch weil wir uns selbst vielleicht schwertun, konzentriert bei etwas zu verweilen, ohne gleich an den nächsten Moment zu denken. Aber Gott verlangt von uns keine Leistung. Er ist einfach da und wartet auf uns. Seien wir auch da! Bei ihm kann unsere Seele zur Ruhe kommen. Nun können oder wollen viele Menschen nicht zur Kirche kommen. Re-Präsentieren wir sie in unserem Gebet und tragen wir ihre Anliegen stellvertretend vor Gott! Das wollen wir besonders am kommenden Tag des Gebets tun:

Den Tag des Gebets begehen wir dieses Jahr in anderer Form, aber darum nicht weniger intensiv! Wir halten das Gebet von Samstag, 20. Februar (18 Uhr) auf Sonntag, 21. Februar (18 Uhr). Jeder ist herzlich eingeladen, eine halbe Stunde (oder auch mehr) Gebetszeit zu übernehmen. Diese können Sie halten, wo und wie Sie möchten. In den Kirchen liegen Listen aus, in die Sie sich eintragen können (alternativ: E-Mail ans Pastoralbüro). Für die drei letzten Stunden unseres Gebets wird auf jeden Fall auch Gelegenheit zur stillen eucharistischen Anbetung in St. Servatius bestehen. 

Gebetskette (c) pixabay.de

Durch Ihr Mitbeten kann eine ununterbrochene Gebetskette durch unsere ganze Pfarrei entstehen! Schenken wir dem Herrn diese Zeit und fürbittend allen, die uns am Herzen liegen!

Ihr Dominik Grässlin

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