„Salz der Erde“

19.09.19 22:00
Susanne Coenen / Gabi Pöge

So lautete das Thema des diesjährigen Schöpfungstages, der am vergangenen Samstag bei herrlichem Wetter als Wegegottesdienst von der Kirche St. Anno in der Nordstadt, bis zu den 12 Apostelbuchen im Lohmarer Wald buchstäblich begangen wurde.

Neue Wege sind wir dabei nicht nur im Hinblick auf die Route gegangen, denn zum ersten Mal lag die vorbereitende Ausrichtung des Tages ebenso wie der Gottesdienst praktisch vollständig in Laienhand: 

Tag der Schöpfung-11

Geplant und durchgeführt worden ist er von ehrenamtlichen Mitgliedern der Gruppe Neuland aus unserer Pfarrgemeinde Sankt Servatius Siegburg. Der Kinder- und Jugendchor unserer Gemeinde mit Namen Lichtblick, unter der Leitung von Birgit Schaboltas, hat den Tag durch sein musikalisches Mitwirken sehr erhellt und durch die tatkräftige Sorge der Pfadfinder vom Stamm St. Anno für das leibliche Wohl der Wanderer, wurde auch der gemeinsame Ausklang des Tages an den 12 Apostel-buchen ein voller Erfolg. 

140 Gläubige verschiedener Konfessionen, Junge und Alte haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um daran zu erinnern, dass die Schöpfung Geschenk Gottes ist - und daran, dass wir die Aufgabe haben, diese Schöpfung zu bewahren. 

Dass Salz nicht einfach gleich Salz ist, wurde bereits in der Begrüßung deutlich gemacht: Himalayasalz, schwarzes Hawaii-Salz, blaues Salz aus Persien, Bambussalz, Rauchsalz… Unglaublich groß ist die Vielfalt. 

Tag der Schöpfung-12 (c) Susanne Coenen

An mehreren Wege-Stationen erfuhren die Teilnehmer dann Wissenswertes über das „Salz der Erde“: Darüber, wie es gewonnen wird, wie überaus wertvoll und lebenswichtig es für uns Menschen ist und auch darüber, wie wir Menschen dieses kostbare Geschenk Gottes durch Umweltverschmutzung gefährden, durch verantwortungsvolles Handeln, aber auch schützen können. 

Tag der Schöpfung-10 (c) Susanne Coenen

Unter anderem sehr geschmackvoll wurde den neugierigen Wanderern dieses Wissen nahegebracht: So durften die Kinder beispielsweise zwei unterschiedliche Gemüsebrühen kosten - eine mit Salz gewürzt, die andere vollkommen ungewürzt. Was Salz bewirken kann, war nach der Verkostung beider Brühen sofort allen klar: Salz ist ein natürlicher Geschmacks-verstärker.

„Ihr seid das Salz der Erde“ so sang der Kinder- und Jugendchor Lichtblick an jeder der einzelnen Stationen und gab mit diesem zunächst rätselhaften Liedtext schon einen Ausblick auf das Evangelium des Wortgottesdienstes, der schließlich am Ziel der Wanderung, gefeiert wurde.

Tag der Schöpfung-14 (c) Susanne Coenen

Das Wegekreuz an den 12 Apostelbuchen mit seiner Aufschrift stand dabei im buchstäblichen Sinne im Mittelpunkt des Gottesdienstes: „Unsere Wege haben viele Richtungen, aber nur ein Ziel“. Obwohl in diesem Jahr erstmals  eine andere Route begangen wurde, war der Zielpunkt wieder derselbe: Eben dieses Wegekreuz. Dass dieses „Zielkreuz“ nur stellvertretend für Christus selbst steht, hatte ein kleines Mädchen sofort verstanden.
Der von einer Jugendlichen vorgelesene Evangeliumstext erzählte dann Genaueres über Jesu Blick auf die Menschen: Nachdem er ihnen in der Bergpredigt gesagt hat, wie sich Gott menschliches Leben, menschliche Lebendigkeit wünscht, spricht er ihnen Mut zu:  Ihr seid das Salz der Erde! Ihr seid das Licht der Welt! Ihr seid wichtig, euer Tun ist wichtig!

Der Zusammenhang zwischen diesem Evangelium, dem Bild von den vielen Wegen, die nur ein Ziel haben und den unterschiedlichen Salzsorten wurde dann deutlich: 

Nachdem die Kinder einmal das Salz ihres eigenen Körpers am Arm geschmeckt hatten, konnten neue Salzsorten benannt werden: Es gibt ein Leonie-Salz, ein Julia-Salz, ein Raphael- Salz etc. Und jeder einzelne ist wichtig. Jeder einzelne gibt dem Ganzen Würze und Geschmack – und bei aller Unterschiedlichkeit der Geschmacksrichtungen gibt es nur ein Ziel: Die Botschaft Christi in der Welt lebendig werden zu lassen und Christus selber zu begegnen. 

Tag der Schöpfung-17 (c) Susanne Coenen

Zu ungewöhnlichen Fürbitten ließen Jugendliche, der Chor und die Gemeinde die Strophen und den Refrain des Liedes  „Schenke mir Gott, ein Herz, das lebt und schlägt, das für das Leben schlägt“ werden. Fürbitten, in denen man für sich selber statt für andere betet? Aber natürlich! Denn nur, wenn unser Herz für das Leben, für die Botschaft Christi schlägt, können wir durch unser Tun und Lassen lebendiges Leonie-Salz, Julia-Salz und Raphael-Salz sein - für die Schöpfung, für die anderen Menschen. 

Tag der Schöpfung-24 (c) Susanne Coenen

Zum Abschluss dieses von Gemeinschaft und Freude geprägten Tages, haben sich die Wanderer unter freiem Himmel, mitten in Gottes wunderbarer Schöpfung bei kalten Getränken, von den Pfadfindern besonders lecker gegrilltem Fleisch aus nachhaltiger Schlachtung und reichlich Salat erfrischen können. 

Pfarrerin Wirths von der evangelischen Auferstehungskirche hatte sich, nachdem sie die Gruppe Neuland und die Pfadfinder in den letzten Tagen der Planung mit der kulinarisch-organisatorischen Vorbereitung des Tages unterstützt hatte, selbst mit auf den Weg gemacht und die Gläubigen am Ende des Wortgottesdienstes mit ihrem Segen angeleitet, sich gegenseitig den Schlusssegen zu spenden. Die ACK-Siegburg hat das Ganze mit einem finanziellen Sicherheitsnetz unterstützt. 

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