Veränderung - Gemeinsam - Jetzt

23.04.21, 10:28
Pfarrgemeinderat St. Servatius Siegburg

Initiator dieses Aufrufes ist der Pfarrgemeinderat von St. Theodor und St. Elisabeth in Köln Höhenberg und Vingst. 

Meine Kirche ist mir nicht egal Postkarte (c) PGR St. Theodor und St. Elisabeth Köln

"So geht das nicht mehr weiter!" haben auch Sie vielleicht in den letzten Wochen und Monaten schon mal gedacht. Viele Menschen sind gegangen und haben der katholischen Kirche den Rücken gekehrt. Sie aber sind geblieben, denn auch Sie sagen: "Meine Kirche ist mir nicht egal!"

 

Meine Kirche ist mir nicht egal Postkarte (c) PGR St. Theodor und St. Elisabeth Köln

Sind Sie bereit, an der Kirche mit Zukunft in Köln mitzubauen, sie mitzugestalten?
Wenn das so ist, dann finden Sie hier weitere Informationen zur Aktion.

Brief des Pfarrgemeinderates St. Theodor und St. Elisabeth in Köln Höhenberg-Vingst

Veränderung. Gemeinsam. .Jetz _Schreiben Seite 1 (c) PGR St. Theodor und St. Elisabeth Köln

Liebe Mitchrist*innen in den katholischen Kirchengemeinden von Köln,

„So geht das nicht mehr nicht weiter!“ Diesen Satz werden wahrscheinlich viele Menschen aus unserem Erzbistum unterschreiben.

„So geht das nicht mehr weiter!“ sagen wir als Christ*innen an der Basis:
Wir spüren eine große Entfremdung zwischen den Menschen in den Gemeinden und der Bistumsleitung. Was uns in der Kirche vor Ort bewegt und umtreibt, kommt im Erzbischöflichen Haus längst nicht mehr an. Die einsamen Entscheidungen, die dort getroffen werden, können wir oft weder nachvollziehen noch verstehen.
Die Außenwahrnehmung unseres Bistums ist eine Katastrophe. Noch nie mussten wir uns so oft für un- sere Kirche schämen. Bislang engagierte Menschen laufen der Kirche in Scharen weg, weil sie nicht län- ger mit ihrem guten Namen für die Kirche in Köln stehen wollen. Nicht erst durch den Umgang mit dem Missbrauchsskandal hat die Bistumsleitung viel Vertrauen verspielt.

„So geht das nicht mehr weiter!“ haben auch die von uns gewählten Mitglieder des Diözesanrates ge- sagt, und die weitere Mitwirkung am sogenannten Pastoralen Zukunftsweg ausgesetzt. Auch sie sind der Meinung, dass jetzt erst wieder gegenseitiges Vertrauen gefunden werden muss. Nur dann kann man einen gemeinsamen Weg in die Zukunft beschreiten.

„So geht das nicht mehr weiter!“ sagt auch die Bistumsleitung und hat dabei schwindende Finanzmittel und sinkende Priesterzahlen im Blick. Vor diesem Hintergrund schickt sie die Gemeinden auf den Pasto- ralen Zukunftsweg – der eigentlich ein spiritueller Weg sein soll. Was allerdings bisher davon bekannt wurde, soll er lediglich die Struktur des Erzbistums verändern. Und das aus unserer Sicht nicht zum Gu- ten.

„So geht das nicht mehr weiter!“ – da sind wir uns anscheinend alle einig. Deshalb brauchen wir

Veränderung.

Ja, Veränderung tut not. Aber die Zeit der einsamen Entscheidungen ist vorbei.
Wir Christ*innen sind Kinder des 21. JH und haben gelernt, unseren Verstand zu benutzen. Wir werden Strukturen und Maßnahmen, die sich ein kleiner, demokratisch nicht legitimierter Kreis ausgedacht hat und die von einem einzelnen Menschen in Kraft gesetzt werden, einfach nicht mehr hinnehmen.
Wir haben keinerlei Verständnis dafür, dass für den Pastoralen Zukunftsweg eine große Unterneh- mensberatung (Boston Consulting Group) engagiert wurde – obwohl es doch ein spiritueller Weg sein soll. Die praktische Erfahrung der Menschen in den Gemeinden vor Ort wurde indes weitgehend igno- riert – obwohl man die sogar umsonst bekommen hätte.
Wir haben keine Lust mehr auf eine Placebo-Partizipation, wie wir sie bei Seelsorgebereichsforen erle- ben mussten. Für weichgespülte Werbefilmchen und ein Frage- und Antwortspiel ohne echte Beteili- gung ist uns unsere Zeit zu schade.
Wir wollen an einer guten Zukunft für unser Erzbistum arbeiten. Und wir sind bereit, unsere Zeit und unsere Talente dafür einzusetzen. Aber dann wollen wir auch mitreden.
Die Entscheidung darüber, was eine gute Zukunft für unser Erzbistum ist, kann nicht nur einer an der Spitze treffen. Das machen wir 

Gemeinsam.

Das Erzbistum befindet sich in einer seiner größten Krisen. Jetzt geht es darum, die Ärmel hochzu- krempeln und den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Von der Bistumsleitung erwarten wir ein ehrliches Zugehen auf die Christ*innen an der Basis. Verspieltes Vertrauen muss sie sich wieder erarbeiten. Dafür bieten wir unsere Mitarbeit, unsere Zeit und ja, auch unsere Kirchensteuern an. Gemeinsam kriegen wir das hin. Aber nur als Geschwister, auf Augenhöhe und mit dem ehrlichen Willen, Entscheidungen ge- meinsam zu treffen.

Die Zeit drängt und es geht um große Fragen:

Wie wollen wir als Christ*innen in Zukunft in unserem Erzbistum leben?
Wie stellen wir sicher, dass es in den Stadtteilen und Orten ein funktionierendes Gemeindeleben gibt? Nur dann können die Menschen vor Ort ihre geistliche Heimat finden und die Kirche als lebendig wahr- nehmen.
Wie überwinden wir den Klerikalismus, der zur ungesunden Idee der Großpfarreien geführt hat und das Erzbistum an den Rand des Abgrunds gebracht hat?
Wie bekommen wir es endlich hin, dass Frauen und Männer mit gleichen Rechten und Pflichten Ver- antwortung in unserem Erzbistum übernehmen dürfen? (Sie wissen schon: „Nach seinem Bild schuf er sie, als Mann und Frau schuf er sie!“)

Die Zeit läuft uns weg – und mit ihr die Menschen. Es gibt viel zu tun. Fangen wir also an. Am besten

Jetzt!

Liebe Mitchrist*innen,

warum schreiben wir Ihnen das alles?

Weil wir glauben und hoffen, dass Sie wie wir sagen: #MeineKircheIstMirNichtEgal
Weil wir glauben und hoffen, dass Sie nicht gehen, sondern an der Kirche mit Zukunft in Köln mitbauen wollen.

Wenn das so ist, dann laden wir Sie zu einem Versuch ein:

Nehmen Sie die beiliegende Postkarte, setzen Sie Ihren guten Namen darunter und schicken Sie sie un- serem Erzbischof. Geben Sie die Postkarten an andere Christ*innen weiter und ermuntern Sie sie, eben- falls dem Erzbischof zu schreiben. Hängen Sie die beilegende Flagge gut sichtbar in Ihrer Gemeinde auf.

Es ist ein Versuch. Aber wir glauben: wenn viele Christ*innen unserem Erzbischof ihre Mitarbeit an einer Kirche mit Zukunft anbieten, dann macht er vielleicht mit und wir schaffen

Veränderung. Gemeinsam. Jetzt!
Lassen Sie es uns versuchen. Unsere Kirche ist es uns wert.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Osterfest!
Stellvertretend für die Mitglieder des Pfarrgemeinderates von St. Theodor und St. Elisabeth

Veränderung. Gemeinsam. .Jetzt!_Schreiben_Seite2 (c) P

Rückseite der Postkarte

Karte Veränderung Seite 2 (c) PGR St. Theodor und St. Elisabeth Köln

Links zu den pdf-Dateien

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