Heute und an den folgenden Sonntagen hören wir jeweils in der 2. Lesung einen Abschnitt aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Christen in Korinth. Dem Apostel waren Missstände in der von ihm gegründeten Christengemeinde zu Ohren gekommen, auf die er mit seinem Schreiben reagiert.
Es gab in der Gemeinde von Korinth verschiedene Gruppierungen, deren Anhänger sich jeweils für besser und kompetenter hielten als die anderen. So kam es des Öfteren zu heftigen Streitigkeiten.
Wie damals in Korinth, so menschelt es auch in unserer heutigen Kirche und ebenso in ihren Gemeinden vor Ort. Auch da kann es Parteienbildung, liebloses Verhalten, Rücksichtslosigkeit und Mangel an Glauben geben. Eine vollkommene Kirche wird es auf Erden niemals geben. Deshalb versteht die Kirche sich ja selbst als "ecclesia semper reformanda", als Kirche, die immer der Reform und der Erneuerung bedarf, die sich immer wieder neu auf ihren Ursprung, auf Jesus Christus und seine Botschaft besinnen muss. Die Zugehörigkeit zu Christus und seiner Kirche ist uns in der Taufe als Auftrag und Aufgabe geschenkt worden.
Paulus erinnert die Gemeinde in Korinth und auch uns an unsere Berufung, unser Christsein im Alltag zu leben, die Erfordernisse eines jeden Tages mit größtmöglicher Liebe und Geduld zu tun, in der Familie, im Beruf wie in der Gemeinde.
Trotz aller Unzulänglichkeiten sind wir berufen, Kirche Jesu Christi zu sein und am Aufbau seines Reiches mitzuwirken.
Einen gesegneten Sonntag und eine schöne Woche wünscht Euch und Ihnen
Ihr Pastor Peter Weiffen
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