nach langen besinnlichen Tagen feiern wir das Hochfest, Ostern – Jesus ist auferstanden - Halleluja!
Diese Botschaft ist der Grund unserer Freude. Sie durchbricht die Dunkelheit und schenkt uns neues Licht. Was am Kreuz zu Ende schien, hat Gott in neues Leben verwandelt.
Im Evangelium nach Johannes hören wir, wie Maria von Magdala zum Grab kommt – voller Trauer und Verunsicherung. Sie steht vor dem leeren Grab und versteht nicht, was geschehen ist. Das ist tröstlich: Ostern beginnt nicht mit fertigem Glauben, sondern mit Fragen, mit Suchen, mit Zweifeln. Gerade darin liegt eine tiefe Wahrheit für heute. Unsere Welt ist geprägt von Spannungen, Krisen und Unsicherheiten. Viele Menschen erleben ihr Leben wie ein „Karfreitag“ – geprägt von Verlust, Angst oder Überforderung. Ostern überspringt das nicht. Es geht durch diese Realität hindurch.
Der Glaube an die Auferstehung sagt nicht: Alles ist gut. Er sagt: Gott kann Neues schaffen, wo wir nur Ende sehen. Der weggerollte Stein wird so zu einem starken Bild: Was fest verschlossen scheint, kann sich öffnen. Was endgültig wirkt, kann verwandelt werden. Im Brief an die Kolosser heißt es: „Sucht, was oben ist.“ Das bedeutet nicht, die Welt zu vergessen, sondern sie mit anderen Augen zu sehen – mit Hoffnung, mit Vertrauen, mit einem Blick über das Sichtbare hinaus.
Ostern lädt ein:
dem Leben mehr zu trauen als der Angst
dem Licht mehr Raum zu geben als der Dunkelheit
im Kleinen Zeichen der Hoffnung zu setzen
Vielleicht beginnt Ostern ganz unscheinbar: in einem tröstenden Wort, in einem neuen Anfang nach einem Scheitern, in der Entscheidung, nicht aufzugeben. Ostern geschieht dort, wo Leben neu aufbricht – trotz allem.
In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest!
Ihr/Euer
Pater Antony
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