im Evangelium an diesem Sonntag spricht Jesus darüber, dass wir „das Salz der Erde“ und „das Licht der Welt“ sind. Doch was heißt das in unserem Alltag, Salz zu sein?
Salz ist unscheinbar. Niemand setzt sich abends an den Tisch und sagt: „Heute freue ich mich besonders auf das Salz.“ Und doch merkt man sofort, wenn es fehlt. Die Suppe ist fad, das Brot langweilig, das Leben ein bisschen… na ja, geschmacklos. Vielleicht ist das der Grund, warum Jesus ausgerechnet dieses Bild wählt: „Ihr seid das Salz der Erde.“
Christen sind also nicht dazu berufen, der ganze Eintopf zu sein. Nicht der Hauptgang, nicht das große Spektakel. Sondern das, was dem Ganzen Tiefe gibt. Ein freundliches Wort im richtigen Moment. Jemand, der zuhört, wenn andere schon weitergegangen sind. Einer, der widerspricht, wenn Zynismus zur Gewohnheit wird – und der trotzdem nicht die Suppe versalzt.
Denn Salz braucht Maß. Zu viel davon verdirbt alles. „Salz der Erde sein“ heißt also nicht, überall ungefragt fromme Sprüche zu streuen oder mit erhobenem Zeigefinger durchs Leben zu gehen. Es heißt eher: da sein, wo Geschmack fehlt. Hoffnung einstreuen, wo alles schal geworden ist. Heiterkeit, wo der Ernst zu schwer wiegt. Barmherzigkeit, wo Urteile schneller fallen als Besteck im Restaurant.
Salz löst sich auf. Es bleibt nicht dekorativ obenauf liegen. Wer Salz der Erde sein will, wird nicht immer auffallen – doch wir werden Wirkung zeigen, wenn wir Jesu Wort im Alltag leben. Vielleicht hören wir kein Lob, aber spüren Veränderung. Und vielleicht ist dies genau das Wunderbare daran: Die Welt schmeckt ein kleines bisschen besser, ohne genau zu wissen, warum.
In diesem Sinne wünsche ich uns Seinen Segen, um in unsere Alltagssituationen eine passende Dosis Salzkörnchen zu geben.
Herzlich grüßt Ihre Gemeindereferentin
Andrea Schulze-Röbbecke
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