an diesem Sonntag hören wir im Evangelium die Seligpreisungen. Die Seligpreisungen sind eine Einladung, die Welt mit Gottes Augen zu sehen – und das eigene Leben neu auszurichten. Sie stellen das gängige Denken auf den Kopf.
Es werden Menschen als selig beglückwünscht, die alles andere als "selig" zu bezeichnen sind: Arme, Verfolgte, Sanftmütige, Traurige, jene, die sich bemühen, den Frieden zu stiften.
Jesus scheint das sehr wichtig zu sein, so zu leben, denn er verkündet diese acht Seligkeiten wie ein „Neues Gesetz". Wie Mose damals vom Berg Sinai herab die zehn Gebote von Gott her überreichte, steigt Jesus auf den Berg, setzt sich gleichsam feierlich und verkündet das neue Gesetz.
Wieso ist man selig, wenn man zu den Leuten gehört, die nicht reich, also arm sind, die sanftmütig, gewaltlos sind, die traurig sind, also nichts zu lachen haben, die verfolgt werden...? Weil sie genau in dieser an sich fürchterlichen Situation die Gnade haben, den Geist der Liebe in ihr Herz zu lassen. Dafür gibt es auch in unseren Gemeinden zahlreiche Zeugen: sie wohnen und leben an verschiedenen Orten, in armen, aber auch wohlhabenden Häusern, in Fabriken und Büros, im öffentlichen Leben und in Schulen, in Klöstern und in Kliniken.
Liebe Leser/innen, die Seligpreisungen sind kein Idealbild für besonders Fromme, sondern eine Zusage für Menschen mitten im Leben. Jesus setzt sich, öffnet den Mund – und spricht nicht von Pflichten, sondern von Glück. Ein Glück, das nicht aus Besitz, Erfolg oder Anerkennung wächst, sondern aus der Nähe Gottes.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche!
Ihr
Pater Antony Byju
Notruf für Krankensalbung:
0152-02697547
Das Pastoralbüro ist für den Publikumsverkehr geöffnet:
Mo - Mi 09:30 - 13:00 Uhr
Do 09:30 - 18:00 Uhr
Fr 09:30 - 12:00 Uhr