Was bedeutet eigentlich "Mammon"?

15.09.22, 14:05
Shaji Panakkal

"Kein Sklave kann zwei Herren dienen;
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon."

Was bedeutet eigentlich Mammon?

Mammon ist ein aramäisches Wort und bedeutet soviel wie Reichtum. Man denkt also sofort, wenn man über den Mammon spricht an die Liebe zum Geld. Doch das Geld an sich kann nicht böse sein. Es sind die Menschen, die Böses tun können, wenn sie den Sachen, also auch dem Geld dienen. Auch Jesus brauchte Geld, wenn er mit den Jüngern unterwegs war. 

Dienen können Menschen anderen Menschen. Doch einer Sache kann man nicht dienen. Deshalb personifiziert Jesus die Sache Geld und nennt sie „Herr“. Er spricht von zwei Herren und meint damit Gott und den Mammon. „Ihr könnt nicht Gott dienen und zugleich der Welt, sagt Jesus in der Bergpredigt und stellt Gott und den Mammon als Gegensätze dar. Paulus versteht unter Mammon die Mächte und Gewalten, die Weltherrscher der Finsternis. Er schreibt im Epheser-Brief: „Zieht an die Waffenrüstung Gottes, um den listigen Anschlägen des Teufels zu widerstehen! Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen.“ (6,11-12)

In vielen Gleichnissen hat Jesus über Geld und Besitz gesprochen. Immer wieder hat er den Gegensatz dargestellt zwischen einer Welt, in der der Mammon regiert, und dem wahren Reichtum, welcher der kommenden Welt angehört. Geld ist zunächst einmal ein reines Tausch-Mittel und um auf dieser Erde leben zu können, ist es für alle Menschen sehr wichtig. Ohne Geld kommt man nicht zu seinem Recht. Die große Sorge aber um das Geld kann dein Vertrauen zu Gott stören und dich von deiner Beziehung zu Gott ablenken. Wenn du Gott dem Herrn mehr Raum in deinem Leben lässt als dem Mammon, wird er dir Zufriedenheit schenken, mehr als der Mammon, der in dir viel Unruhe sät. 

„Ermahne die, die in dieser Welt reich sind, nicht überheblich zu werden und ihre Hoffnung nicht auf den unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich gibt, was wir brauchen!“ (1Tim. 6,17).

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Pater Shaji Panakkal

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