„Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?“

29.01.21, 12:40
Marc Kerling

"Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?“, liebe Schwestern und Brüder, schreit der Besessene im heutigen Evangelium, aber er weiß auch, wen er vor sich hat: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.“ Und alle erschrecken, als Jesus dem „unreinen Geist“, der den Mann, den er „besetzt“ hält, so dass der „besessen“ ist, befiehlt, ihn zu verlassen.

Solche „Abergeister“ halten auch uns oft genug im Würgegriff. Wir scheinen dann nicht wir selbst zu sein. „Welcher Teufel hat Dich denn da geritten?“, fragen wir jemanden, den wir in seinem Verhalten nicht wiedererkennen, in solchen Situationen, und können nur staunen, welche fremde Macht da „Besitz ergreift“ und regiert.

In diesen Momenten auf den zu vertrauen, der die „göttliche Vollmacht“ hat, wie der Evangelist Markus es nennt, könnte bedeuten, IHN auch machen zu lassen. Darauf zu bauen, dass er uns immer wieder befreit, heilt. Uns zu ihm und damit zu uns selbst zurückbringt.

Während mittlerweile auch die letzten weggeworfenen Weihnachtsbäume am Straßenrand liegen und neben den Biotonnen, stehen auf meinem Schreibtisch immer noch die Heiligen drei Könige. Sie sind „auf einem anderen Weg in ihr Land zurückgekehrt“, nachdem sie den neugeborenen König gefunden haben. Bis zum 2. Februar stehen sie dort, weil es dann heißen wird, dass auch ihre Augen wie die des greisen Simeon „das Heil gesehen haben“: In diesem Kind, das mittlerweile zu dem Mann gereift und geworden ist, der mit göttlicher Vollmacht „unreine Geister austreibt“, auf dass sich sein Ruf „rasch im ganzen Gebiet von Galiläa verbreitet“. Wohin das führen wird, ist klar.

Drei Könige am Kreuz (c) Marc Kerling

Deshalb stehen die drei bei mir vor dem Kreuz, an dem zunächst der Weg dieses „Heiligen Gottes“ endet. Der neugeborene König wird hier als „König der Juden“ hingerichtet, um am Kreuz den Tod endgültig zu überwinden. Als Christkönig. Es steht in den Buchstaben „INRI“ über meinem Standkreuz und hält mir täglich vor Augen, was es heißt, wenn die „Abergeister“ die Macht übernehmen. Und wer allein sie brechen kann.

Mit den drei Weisen nehme ich noch bis Dienstag wahr, wie eng alles beieinander liegt. Dass mein Weihnachtsbaum in der Biotonne gelandet ist, ist schon länger her.

Mit dem gesamten Pastoralteam grüßt ein letztes Mal weihnachtlich:
Ihr und Euer

Diakon M. M. Kerling

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