Weihbischof Steinhäuser vom Papst zum Apostolischen Administrator ernannt

13.10.21, 23:08
online Redaktion St. Servatius Siegburg

Weihbischof Rolf Steinhäuser übernimmt als Apostolischer Administrator im Auftrag des Papstes in der Zeit vom 12. Oktober 2021 bis zum 1. März 2022 die Verantwortung für das Erzbistum Köln. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki wird in dieser Zeit eine geistliche Auszeit nehmen. Dies sieht ein Dekret aus Rom vor, das am 12.10. in Köln offiziell veröffentlicht wurde. Weihbischof Steinhäuser werden mit der Ernennung alle Rechte und Pflichten zur Leitung des Erzbistums übertragen. 

Sein Grußwort zum Beginn seiner Amtszeit

Weihbischof Rolf Steinhäuser (c) Erzbistum Köln - Weyand

Liebe Schwestern und Brüder, sehr geehrte Damen und Herren!
Beginnend mit dem 12. Oktober 2021 bis zum Beginn der Österlichen Bußzeit 2022 (2. März 2022) hat mich Papst Franziskus zum Apostolischen Administrator (plena sede) des Erzbistums Köln ernannt.

„Apostolischer Administrator“ – ein neuer, fremder Begriff. Was ist das?
Administrator ist der Verwalter eines Bistums.

Ein Apostolischer Administrator wird vom Nachfolger des Apostels Petrus, dem Papst, ernannt, nicht vom Domkapitel gewählt.

"Plena Sede“ (eigentlich: bei besetztem (Bischofsstuhl)) meint, dass weiterhin Kardinal Woelki
Erzbischof von Köln ist, aber seine Amtsgewalt in der Amtszeit des Administrators ruht.
Ich leite also jetzt vorübergehend das Erzbistum Köln im Auftrag des Papstes. Dazu gleich mehr.
Was ist mein Auftrag als Apostolischer Administrator?

Klar ist derzeit zweierlei:

In dieser Zeit habe ich die ordnungsgemäße Verwaltung des Erzbistums Köln sicherzustellen. Dabei wird mir als mein Delegat (das ist quasi die „rechte Hand“) der bisherige Generalvikar, Dr. Markus Hofmann, behilflich sein

Wichtiger aber noch ist dem Heiligen Vater etwas Anderes: Im Schreiben des Heiligen Stuhls vom 24.9.2021, das seine Reaktion auf die Apostolische Visitation im Juni dieses Jahres ist, heißt es nach einer Würdigung von Kardinal Woelki: „Gleichzeitig ist offenkundig, dass Erzbischof und Erzbistum einer Zeit des Innehaltens, der Erneuerung und der Versöhnung bedürfen.“ Genau hier soll ich den Anfang eines Weges setzen, den der Erzbischof nach seiner Rückkehr gemeinsam mit dem Erzbistum fortsetzen soll.

 

Liebe Schwestern und Brüder,

wer die Situation im Erzbistum Köln in den vergangenen Monaten miterlebt und miterlitten hat, spürt: hier liegt die eigentliche Herausforderung, vielleicht sogar die Überforderung aller Beteiligten.

Ohne jetzt eine „Fromme Soße“ über alles kippen zu wollen, muss ich festhalten: Das schaffen wir nicht allein. Da muss der HERR selbst mittun.

Aber mitwirken können wir schon. Nichts ohne Gott, aber sicher auch nichts ohne uns!
Vielleicht fangen wir einmal mit dem Innehalten an. „Innehalten“ meint allerdings nicht Stillstand, Bewegungsunfähigkeit und Einander anschweigen. Eher schon einander zuhören, aufeinander reagieren, miteinander in einen Austausch kommen.

Ich habe mir da Einiges vorgenommen. Sie werden von mir hören.

Übrigens: Ich glaube, beten hilft. Beten Sie mit? Ich wünsche Ihnen einen guten Tag. Und grüßen Sie die Menschen, die Ihnen wichtig sind, von mir. Auch wenn diese mich gar nicht kennen.

Ihr
+ Rolf Steinhäuser     

Köln, 11.10.2021

 

Hier die Übersetzung des Ernennungsdekretes aus Rom

Dekret Weihbischof Steinhauser Deutsche-Ubersetzung (c) Erzbistum Köln

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