125 Kirche St. Dreifaltigkeit in Wolsdorf 2. Akt

21.05.26, 20:37
online Redaktion
Dreifaltigkeit_Z6III_17-5-2026-058 (c) Erich Pelikan

Die Kirche in Wolsdorf war gut gefüllt, viele waren gekommen, um den 125. Geburtstag mitzufeiern. 1901 wurde in der Wolsdorfer Kirche die erste Messe gefeiert. Pater Antony begrüßte alle Anwesenden herzlich, man merkte ihm die Freude über das Jubiläumsfest deutlich an.

 

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Musikalisch gestaltet wurde die Festmesse von den Kirchenchören Stallberg und Wolsdorf gemeinsam mit der Church Band unter Leitung von Dietmar Högen. Drei Sängerinnen wurden besonders geehrt, Käthe Fabian und Angela Stoll, die schon 73 Jahre lang im Wolsdorfer Kirchenchor singen und Anneliese Hansen, die seit 72 Jahren im Stallberger Kirchenchor singt und auch Gründungsmitglied ist. 

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Carmen Kremser ging in ihrer Einführung vor allem auf die Bedeutung des Namens der Kirche ein: Dreifaltigkeit. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind bei den Wolsdorfern und wirken in ihnen - bei jedem auf seine ureigene Art.

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Die Kirchengemeinde als ein Ort, wo Menschen sich begegnen und füreinander da sind. Und so erneuerten alle diese Zugehörigkeit, die sie durch die Taufe ja empfangen haben. Pater Antony und Pfarrer Wahlen gingen durch die Reihen und segneten alle kräftig mit Weihwasser.

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In seiner Predigt stellte Weihbischof Puff 3 Fragen:

Wo wohnt Gott? Anhand des Kinderfilmes "Der liebe Gott im Schrank" machte der Weihbischof deutlich, dass Gott überall ist und keine Gebäude/Kirchen braucht. Aber wir Menschen brauchen sie als sichtbares Zeichen von Gottes Gegenwart, als Ort, wo wir ihm begegnen und Gemeinschaft leben können.  Gott ist da, wo man ihn einlässt, sagt Martin Buber.

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Lieben sie diese Kirche? Der Weihbischof meinte nicht die Wolsdorfer Kirche aus Steinen, sondern die Kirche, die wir alle selbst sind. Lieben wir uns untereinander? Können wir uns an Jesu Vorbild, seiner Art zu lieben und barmherzig zu sein, messen lassen?

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Was ist der Auftrag eines Christen? Die Antwort, so der Weihbischof,  gibt das Evangelium des Tages: Ich bin der Weinstock, ihr die Reben! Die Reben geben das Wasser und die Nährstoffe des Weinstocks (seiner Wurzeln) an die Trauben (die Wolsdorfer) weiter. Heute wäre vl. das Bild vom Kraftwerk und der Stromleitung oder vom Herzen und der Blutbahn verständlicher. Jesus schenkt uns seine Liebe und wir sollen sie an die Menschen in unserem Umfeld weitergeben.

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Pater Antony hatte zwei Mädchen gebeten, nach der Wandlung (zur Doxologie) eine Tradition aus seiner Heimat Indien einzubringen: Das Schwenken zweier Schalen mit Licht, Blumen und Weihrauch, dazu sang einer der Väter auf indisch: Zeichen und Worte besonderer Anbetung. 

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Nach der Kommunion steuerte der Männergesangverein Wolsdorf zwei Lieder zum festlichen Gottesdienst bei. Der Stadtteil Wolsdorf beheimatet eine Große Anzahl an Vereinen mit einem regen Vereinsleben. So waren auch einige Vertreter mit ihren Fahnen beim Gottesdienst dabei.

 

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Der dauerte so lange, dass Bürgermeister Rosemann schon zum nächsten Termin geeilt war. Pfarrer Wahlen betonte in seiner Ansprache nach der Messe, dass die Menschen nicht für die Kirche da seien, sondern die Kirche für die Menschen. Wir müssten uns nicht fragen: Wen können wir für was gebrauchen? sondern: Was brauchen die Menschen, dass wir ihnen geben können?

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Anschließend ging es auf den Kirchplatz. Stefan Groß (aktives Kirchengemeindemitglied und Vorsitzender der Wolsdorfer Interessengemeinschaft) gab nochmal einen kurzen Überblick über die bewegten Zeiten der Kirche.

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Dann luden die Siegburger Musikanten und das Tambourcorps "In Treue Fest", zum Platzkonzert ein. 

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Die Junggesellenvereine überzeugten mit imposantem Fahnenschwenken.

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Man wanderte gemeinsam weiter in die Unterkirche, wo dampfende Kartoffelsuppe mit Würstchen und ein riesiges Kuchenbuffet nebst Getränken warteten. Die Sitzplätze im großen Saal  reichten nicht aus, so viele Messbesucher kamen mit. Während sie sich stärkten, wurden sie von den Siegburger Musikanten bestens unterhalten. Danach war noch ausgiebig Gelegenheit zum Austausch und dem Schwelgen in Erinnerungen.

Ein gelungener Festsonntag!

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