Fest der Begegnung

31.01.20 12:00
Gert Scholand, Diakon

Liebe Mitchristen!

Darstellung des Herrn (c) Gabi Pöge

Das heutige Fest „Darstellung des Herrn“ oder Fest der „Begegnung des Herrn“, wie die orthodoxen Kirchen es nennen, erinnert uns noch einmal 40 Tage nach der Geburt Jesu, unseres Herrn, an Weihnachten.
Doch die junge Familie kommt unauffällig, ohne Engelchöre, ohne begleitende offizielle Abordnungen nach Jerusalem. Auf einen solchen Tempelgang begaben sich viele junge Familien und Pilger. Maria und Josef reihen sich ein in das Übliche, sie wollen keine Ausnahme sein.
Und doch: Heute geschieht etwas Besonderes: Maria, die Muttergottes, lässt Jesus los.

Eltern fällt es bisweilen schwer, ihr Kind irgendwann einmal loszulassen. Im Binnenraum der Familie soll es so lange wie möglich geborgen aufwachsen. Andererseits legen junge Eltern das Neugeborene gerne auch in die Arme der Großeltern. Und erleben bewegt, wie sich der Gesichtsausdruck der Älteren ändert, wie ein Lächeln über manchmal verkniffene Mienen geht, wie die Augen jung werden. Sie leuchten, weil sie der Zukunft ins Auge sehen. Sie ahnen: Dieses Kind wird Neues erleben, auch wenn wir Älteren nicht mehr auf Erden sind.

Im Evangelium sind zwar zwei völlig fremde, aber eben doch wesensverwandte Menschen, denen Maria für einige Augenblicke ihr Kind „ausleiht“: Nimm ihn, er ist für dich!

Simeon -Krippe St. Anno (c) Dr. Ralf Forsbach

Statt Krippe und Stroh bergen Jesus nun die Handflächen des Simeon und die Augen der Hannah. Sie sind starke Persönlichkeiten; sie haben sich ein Leben lang das Warten nicht ausreden lassen.

War es reiner Zufall, dass die beiden Alten zur richtigen Zeit am rechten Ort waren?

Hannah und Simeon sind „Laien“, die Maria und uns das Geheimnis Jesu Christi schonungslos offenlegen. Begegnung geht nur mit Menschen, deren Frömmigkeit ein Warten ist, kein Machen, kein Erzwingen, kein hektisches Herumhantieren mit dem Heiligen.

Auch uns, unseren Händen, wird Er in jeder Eucharistiefeier anvertraut. Das ist nur ein flüchtiger Augenblick. Gott überlässt sich uns und will nicht von uns lassen. Unsere Hände dürfen Ihn anfassen. Er hofft auf unseren Augenaufschlag.

Lassen wir das Weihnachtslicht nicht verglimmen, lassen wir diese besonders schöne Begegnung nicht einfach hinter uns!

Im Namen des Pastoralteams
wünscht eine innige Begegnung mit Ihm und miteinander
Diakon Gert Scholand

Kirchengemeinde St. Servatius

Mühlenstraße 6
53721 Siegburg

In Notfällen:
0152 54136030

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Di                 09:30 - 16:00 Uhr
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