
Die Osternacht begann draußen mit der Segnung des Osterfeuers und dem Bereiten der Osterkerze (Segnung und aufstecken der 5 Nägel für die 5 Wunden Jesu). Dann wurde die Osterkerze am Feuer entzündet und mit dem dreifachen Ruf "Lumen Christi" zogen alle in die noch dunkle Kirche ein. Das Feuer wurde weitergegeben und schließlich leuchteten die vielen kleine Osterkerzen in den Händen der Mitfeiernden.
Erstmalig wurde das Exsultet- das Osterlob - in diesem Jahr von Maryse Maloughou gesungen. Gänsehaut pur, wie ihr im Anschluss viele Gläubige persönlich sagten (kurzer Ausschnitt ganz unten).
Dann trugen die Lektorinnnen drei alttestamentliche Lesungen vor - immer noch die Kirche nur von Kerzen erleuchtet.
Und dann endlich war es so weit: Die Orgel erklang wieder mit voller Kraft, die Lichter gingen an, die Glocken und Schellen läuteten, die Altarkerzen wurden entzüdet - Christus ist auferstanden!
Diese starke Verbindung von Dunkel und Licht machte Pater Antony in seiner Predigt nocheinmal ganz deutlich. Ostern beginnt nicht mit Jubel, Ostern beginnt im Dunkeln. Geht es uns in der heutigen Welt voller Nachrichten von Krieg, Katastrophen und Krisen nicht genauso wie den Frauen damals? Unsicherheit und Zukunftsängste belasten viele Menschen.Wohin geht diese Welt? Wohin gehe ich? Und so ist die Frage auch für uns heute ganz aktuell: Wo suchen wir Leben? Überwiegt die Angst und Resignation? Das Gefühl, dass sich sowieso nichts ändert?
Ostern stellt das alles auf den Kopf. Wie ein unscheinbares "totes" abgestorbenes Samenkorn, dass - wenn man es in die Erde pflanzt - nach einiger Zeit ausschlägt, grüne Triebe bildet und zu einer kräftigen Pflanze wird. Das Grab Jesu ist wie dieser unscheinbare Samen.
Von auße: Ende. Niederlage. Tod
Von innen: Anfang. Leben. Zuunft.
Wir sehen oft nur viel Erde- wenig Grün. Viel Dunkel - wenig Licht. Aber Ostern sagt: Das Entscheidende geschieht oft verborgen. Es beginnt leise. Im Herzen eines Menschen, der wieder Hoffnung fasst. In einer Hand, die einem anderen hilft. In einem Wort, das tröstet. In einem Mut, der sagt: Ich gebe nicht auf. Ostern ist keine Vertröstung auf irgendwann. Ostern ist eine Kraft für jetzt. Eine Kraft, die sagt: Das Dunkel ist real - aber nicht endgültig. Der Tod ist mächtig - aber nicht allmächtig. Die Angst ist spürbar, aber sie hat nicht das letzte Wort.
In der Osternacht kann die Allerheiligenlitanei gesungen werden. Eindrücklich werden die Heiligen namentlich angerufen und um ihre Fürsprache gebeten. So verbindet sich die Gemeinde der Heiligen im Himmel mit der feiernden Gemeinde auf Erden und bereitet auf das Sakrament der Taufe vor.
Nur noch selten finden Taufen in der Osternacht statt. Aber nach der Weihe des Taufwassers erneuerten alle Feiernden ihr eigenes Taufversprechen. Pater Antony ging durch die Reihen und segnete alle mit dem neu geweihten Weihwasser - zum Gedächtnis an ihre eigene Taufe.
In der Eucharistiefeier (Danksagung) vergegenwärtigten wir Jesu Tod am Keuz und seine Auferstehung. Sagen Dank dafür, dass wir Jesus lebendig begegnen und uns tief mit ihm verbinden können.
Am Ende der feierlichen Osternacht bedankten sich Pater Antony und Gemeindereferentin Carmen Kremser bei allen Mitwirkenden, bei allen, die in den Tagen vorher viel vorbereitet hatten.
Ganz zum Schluss wurden die Osterspeisen gesegenet (Brot, Wein und bunt gefärbte Eier) die mit hinunter in die Unterkirche getragen wurden, wo man in geselliger Runde noch beisammen saß und sich austauschte.

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