Pfingsten: begeistert mutig verkünden

07.06.19 14:07
Carmen Kremser
Vorwort Pfingsten 2019 (c) Gabi Pöge

Liebe Gemeinde, 

heute schließt sich der Osterfestkreis mit der Feier des Pfingstfestes. Vor seiner Him­melfahrt hörten wir die Zusage Jesu, seinen Anhängern die Kraft Gottes zu senden, die sie befähigt, in Jesu Fuß­stapfen zu treten und wie er zu heilen, zu retten, zu verkünden und zu sammeln. So weht Gottes Geist auch bei uns in Siegburg, und er ruft nicht nur Priester, Diakone, Ordensleute oder Theologiestudierte, nein, er ruft jeden, der aus dem guten Geist her­aus leben möchte. Als Menschen auf dem Weg gestalten wir unsere Ge­sellschaft und Kirche gemeinsam.

Doch schauen wir uns um, entdecken wir vieles, was noch nicht gut ist: Entwicklungen und Veränderungen haben nicht stattgefunden oder scheinen viel zu langsam vorwärts zu gehen. Auf entscheidende Fragen unserer Zeit fehlen scheinbar die Antworten. Der Mut, Neues zu wagen, auf Gottes Geist zu vertrauen scheint hier und da nicht allzu groß zu sein. Und doch existiert die christliche Kirche auf der ganzen Welt, und ihre Botschaft hat bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren. Doch die Kirche in Europa wird immer kleiner. Das erste Pfingstfest damals jedoch war der Start zu einer großen Ausdehnung der Kir­che, der Geburtstag sozusagen. Diese unsere Kirche, die Zeugnis geben will von Gottes Wirken, braucht Menschen, die unruhig und suchend sind, die Visionen haben und bereit sind, mit Hand anzulegen, diese Vi­sionen Wirklichkeit werden zu lassen. Ich wünsche uns, dass wir bereit sind, trotz menschlicher Enttäuschungen und Fehlschlägen weiter zu bauen an einer christlichen Welt, damit Gottes Geist in und durch uns wirkt.

In diesem Zusammenhang gefallen mir die Worte von Kardinal Franz König:

"Die Kirche Christi sei:
Eine einladende Kirche. Eine Kirche der offenen Türen. Eine wärmende, mütterliche Kir­che. Eine Kirche der Generationen. Eine Kirche des Verstehens und Mitfühlens, des Mit­denkens, des Mitfreuens und Mitlei­dens. Eine Kirche, die mit den Menschen lacht und mit den Menschen weint. Eine Kirche, der nichts fremd ist und die nicht fremd tut. Eine menschliche Kirche, eine Kirche für uns. Eine Kirche, die ihre Kinder sucht und ihnen nachgeht. Eine Kirche, die die Menschen dort aufsucht, wo sie sind: bei der Arbeit und beim Ver­gnügen, beim Fabriktor und auf dem Fußballplatz oder in den vier Wänden des Hauses. Eine Kirche der festli­chen Tage und eine Kirche des täglichen Kleinkrams. Eine Kirche, die nicht verhandelt und feilscht, die nicht Bedingungen stellt oder Vor­leistungen verlangt. Eine Kirche, die nicht moralisiert. Eine Kirche, die nicht Wohlverhaltenszeug­nisse verlangt oder ausstellt. Eine Kirche der Kleinen, der Armen und Erfolglosen, Müh­seligen und Beladenen, der Scheiternden und Gescheiterten im Leben, im Beruf, in der Ehe. Eine Kirche derer, die im Schatten stehen, der Weinenden, der Trauernden. Eine Kirche der Würdigen, aber auch der Unwürdigen, der Heiligen, aber auch der Sünder. Eine Kirche - nicht der from­men Sprüche, sondern der stillen, helfenden Tat. Eine Kirche des Volkes."

Ein gesegnetes Pfingstfest wünscht im Namen des Pastoralteams 
Ihre Carmen Kremser

Kirchengemeinde St. Servatius

Mühlenstraße 6
53721 Siegburg

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