Drei Pilgergruppen machten sich von Braschoß, von Kaldauen und aus der Innenstadt auf den Weg nach Rochus. Von St. Elisabeth auf dem Deichhaus starteten Pilger und stießen am Fuße des Michaelsberges zu den Pilgern mit Start an St. Servatius in der Innenstadt. Gemeinsam ging es nach St. Dreifaltigkeit in Wolsdorf und dann hinauf nach Kaldauen.
Unterwegs wurde immer wieder an Stationen Halt gemacht, mit Texten zum Glauben und unserem Leben. Dieses Jahr waren drei Musiker dabei, so dass die Gruppe an zwei Stationen gemeinsam singen konnte. Ein kleiner Snack und Getränke waren bei dem warmen Wetter ebenfalls sehr willkommen. DANKE an die Bürgergemeinschaft Deichhaus, die es möglich machte.
2 1/2 Stunden Weg lagen hinter der Gruppe, als sie die Rochus-Kapelle erreichte und sich zum Gruppenbild aufstellte.
Der Parkplatz vor St. Antonius war schon gut gefüllt. Viele waren mit dem Auto oder Bus nach Seligenthal zur Pilgermesse gekommen. Diese wurde von der Chorgemeinschaft St. Marien und den Siegburger Musikanten musikalisch gestaltet.
In seiner Predigt zum Evangelium über die kanaanäische Frau, die Jesus um Heilung ihrer von einem Dämon gequälten Tochter bittet, machte Pfarrer Wahlen deutlich, dass es der "Mega-Glaube" der Frau war, der zur Heilung der Tochter verhalf.
Tradition und Vorschriften gegen den Mega-Glauben. Auch Rochus hatte einen großen Glauben. Wurde selber krank und starb entstellt und unerkannt im Gefängnis. Mega-Glaube heißt nicht, dass wir hier im irdischen Leben in die höchsten Höhen steigen, dass wir keine Niederlage einstecken müssen. Mega-Glaube heißt was anderes: Ich traue Gott für mein Leben etwas zu. Mein Glaube braucht Ausdruck, im täglichen Gebet, im Dank an Gott, im Gespräch mit meinem Nächsten über meinen Glauben. Mega-Glaube heißt zu entdecken, was Gott mir in meinem Leben immer wieder bereitet.
Vertraut nicht nur auf eure Traditionen, das reicht nicht. Einer Fremden wird geholfen, wegen ihres Mega-Glaubens.
Im Anschluss an die Messe erzählten die Besucher noch lange bei Kölsch und Blatz mit Marmelade. Auch dies eine lange, lange Traditon. Mancher spekulierte darüber ob es nicht besser wäre, ein paar Würstchen auf den Grill zu werfen. Wie war das in der Predigt: Welche Traditionen wollen wir beibehalten und welche nicht?
Notruf für Krankensalbung:
0152-02697547
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