vor vielen Jahren verriet mir ein befreundeter Priester, der über das heutige Johannes-Evangelium eine Predigt vorbereiten wollte, es sei wie mit Kühlschränken, die du am Südpol verkaufen sollst, wenn du über Herrlichkeit und Verherrlichung reden sollst. Unser alltäglicher Sprachschatz bietet dieses Wortpaar kaum noch an. Es fällt auch mir nicht leicht, aus unseren täglichen Sprachgewohnheiten in das biblische Sprechen von Gott zu kommen.
Doch einen Versuch ist es wert.
Jesus spricht am Abend vor seinem Tod am Kreuz zu seinen besten Freunden, den Jüngern. Es geht ihm nicht um die Beschwörung von Glanz und Gloria, wie es oft „angesehene Politiker“ in den Wochen und Monaten in diesem Jahr getan haben und tun, obwohl sie durch Drohungen und Einsatz gefährlichster Waffen nicht mehr zählbare Menschenleben zerstört haben und zerstören.
Jesus ist derjenige, der vor aller Zeit mit der Herrlichkeit Gottes ausgerüstet ist, der sie unter den Menschen offenbart, an seine Freunde weitergibt und schließlich in die Herrlichkeit seines und unseres Vaters zurückkehrt. Für diese Rückkehr geht er zunächst den Weg in den brutalen Tod und kehrt vom ewigen Tod auferweckt in die Wirklichkeit Gottes, des Vaters zurück. Dies war eine Notwendigkeit, die sein und unser Vater für ihn vorgesehen hatte, um das volle Licht der göttlichen Herrlichkeit durch die Auferstehung seines Sohnes leuchten zu lassen. Die Auferweckung Jesu durch den Vater ist das Startzeichen für die Jüngerinnen und Jünger, die Sache Jesu weiterzuführen, auch wenn er selbst nicht mehr leibhaftig sichtbar ist. Und wir – die Menschen in der Kirche – dürfen gewiss sein, dass der Auferstandene beim Vater für uns eintritt.
Beten wir, dass der Glaube an dieses Geheimnis in uns allen wächst.
Weiterhin österliche Grüße von
Diakon Gert Scholand
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