es sind schon einige Jahre her. Während eines Gesprächs benutzte ich das Wort „Unkraut“. Der eigentliche Zusammenhang ist mir nicht mehr zeitnah. Aus der bis dahin sachlichen Gesprächsrunde zischte mir entgegen: Unkraut gibt es nicht, alles, was wächst ist ein guter Teil von Gottes Schöpfung.
Eine andere Gesprächsteilnehmerin erinnerte spontan an den Text des heutigen Evangeliums. Der Text wurde gelesen, das Gespräch wurde auf dieser neuen Ebene fortgesetzt. Jesu Appell, alles wachsen zu lassen, ist ja eindeutig. Er war eben Praktiker wegen seines Berufs als Bauhandwerker und beobachtete auch die Abläufe in der Landwirtschaft.
Übertragen wir diese nachsichtige, geduldige, demütige Haltung, die nicht vorschnell urteilt, einmal auf die Mitglieder der Kirche, ja einer Kirchengemeinde. Unterscheidungen nach Gut und Böse sollten wir Gott überlassen. Beurteilungen anderer oder gar moralische Verurteilungen durch uns sind zu unterlassen, denn wir kennen den inneren Menschen gar nicht. Gott allein kennt die Ehrlichkeit des Glaubens jedes einzelnen Menschen an ihn. Das geduldige Wachsenlassen kann zum anderen auch auf den Acker unseres eigenen Lebens gedeutet werden.
Diese Frohe Botschaft Jesu, durch Matthäus überliefert, hat sich durch die Menschheitsgeschichte bis heute bewegt. Die Botschaft will Toleranz vermitteln und besonders Christinnen und Christen daran erinnern, nicht selber Herren der Geschichte zu sein, sondern abzuwarten, nicht selber zu richten, sondern Gott richten zu lassen.
Dass der dreieine Gott unser Tun segnen möge, wünscht
Diakon Gert Scholand
Notruf für Krankensalbung:
0152-02697547
Das Pastoralbüro ist für den Publikumsverkehr geöffnet:
Mo - Mi 09:30 - 13:00 Uhr
Do 09:30 - 18:00 Uhr
Fr 09:30 - 12:00 Uhr