Der etwas andere Halloweenabend

25.10.21, 22:47
Susanne Haase-Mühlbauer

Der 31. Oktober ist bekanntlich das Datum, an dem „Halloween“ gefeiert wird. Verkleidete Kinder und Jugendliche ziehen um die Häuser und fordern Süßigkeiten an den Haustüren. 

Die Vertreibung böser Geister am Vorabend zu Allerheiligen ist der Grundgedanke des Halloween-Festes, das als katholischer Volksbrauch in Irland seine Wurzeln hat. 

Der Name „Halloween“ leitet sich ab aus dem Englischen. Das Wort „All hallows eve“verweist auf den Vorabend von Allerheiligen. Dann werden auf den Friedhöfen die Gräber insbesondere mit Lichtern geschmückt. 

Nacht der Lichter Hedwig (c) Susanne Haase-Mühlbauer

Daher liegt das Datum des 31.Oktobers auch passend zu einer besonderen „Nacht der Lichter“, die man dann im Stadtteil Zange erleben kann. Während die Kirche von außen mit bunten Lichtern und geschnitzten Kürbissen erleuchtet sein wird, funkeln drinnen hunderte von Kerzenlichtern. Und es erklingt Musik.
Die „Nacht der Lichter“ wird im Herbst und Winter überall auf der Welt gefeiert. Die Kirchen sind dann feierlich geschmückt und strahlen im Kerzenschein. Lieder und Gebete laden ein zur Besinnung, zum Mitsingen, Beten und in Stille zu verweilen.
In dieser meditativen Atmosphäre ist jeder eingeladen, in sich hineinzuhorchen, nachzudenken, was gerade wichtig ist und den besonderen Geist von Taizé zu erspüren. 

Die ökumenische Gemeinschaft im kleinen Dorf Taizé in Burgund liegt zehn Kilometer entfernt von Cluny. Sie zieht seit ihrer Gründung 1942 jede Woche tausende von jungen und jung gebliebenen Christen aus der ganzen Welt an. Fasziniert von der Musik und dem „Geist von Taizé“ sind Martina Schöneberg und Leslie Coutinho bereits seit vielen Jahren. Les Coutinho zählt seit 25 Jahren zu den regelmäßigen Besuchern der Gemeinschaft von Taizé und hat auch im Rhein-Sieg-Kreis, im Westerwald und im Ahrtal bereits zahlreiche Taizé-Gebete organisiert. In ihrer Zanger Heimatkirche hat Martina Schöneberg mitten in der Corona-Pandemie die Gruppe „Hedwig conTakt“ gegründet. Die Abstandsregeln mussten eingehalten werden, aber das Musizieren auf Abstand war im großen Kirchengebäude möglich. „Uns hat es gutgetan, proben zu können und die Gemeinschaft leben zu können.“ Monatlich lud die inzwischen gut fünfzehn Musiker große Vokal- und Instrumental-Gruppe dann in der Zanger Gemeinde zu den stimmungsvollen Taizé-Andachten ein. Die Gemeinde erlebte die Andacht mit den meditativen Liedern, die inzwischen auch wieder mitgesungen werden dürfen.

Internationalität gehört zu den typischen Merkmalen der Taizé-Musik. So wird in verschiedenen Sprachen, wie Englisch, Polnisch, Spanisch und Französisch gesungen und gebetet. „Die Vielsprachigkeit ist ein Spiegel unserer Gesellschaft“, sagt Schöneberg. „So finden sich viele Menschen in unseren Andachten wieder.“

Die „Nacht der Lichter“ wird überall auf der Welt gefeiert. Sie stimmt auf die großen Jugendtreffen ein, die am Jahreswechsel in vielen europäischen Großstädten stattfinden. Die „Nacht der Lichter“ ist im Wortsinn ein besonderes „Highlight“ im ökumenischen Kirchen-Kalender. 

Leuchtkürbisse (c) publicdomainpictures_pixabay_pfarrbriefservice

Die Nacht der Lichter beginnt am 31. Oktober um 18 Uhr in Sankt Hedwig. Im Anschluss lädt die Bürgergemeinschaft Zange ab etwa 19 Uhr auf den Vorplatz der Kirche ein. Dann kann man auch die dort ausgestellten, geschnitzten Kürbisse bewundern und den bunt illuminierten Kirchplatz beim gemütlichen Beisammensein mit Süßigkeiten und Getränken auf sich wirken lassen. 

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