Fragen über Fragen – und ein paar Antworten

02.10.20, 10:49
Shaji Panakkal
27. Sonntag 2020 (c) Gabi Pöge

 

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.

Was ist das Reich Gottes? Warum wird das Reich „euch“ – (den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes) weggenommen? Wer ist ein anderes Volk? Das erwähnte Volk ist das, das die erwarteten Früchte bringt. Was sind die zu erwartenden Früchte? Um die Früchte zu erkennen, müssen wir das Reich Gottes besser verstehen.

Jesus hat nie das Reich Gottes definiert. Er hat es durch bestimmte Begriffe wie Leben, Herrlichkeit, Freude und Licht umschrieben. Eine zutreffende Definition für das Reich Gottes findet man in den Evangelien nicht, wohl aber bei Paulus im Römerbrief: „Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist“ (Röm. 14,17).

Die Früchte sind also Gerechtigkeit, Friede und Freude - im Heiligen Geist. „Im Heiligen Geist“ bedeutet: die Tugenden oder die Früchte kann der Mensch nicht aus sich allein erreichen, sondern sie wachsen im Menschen aus seiner Beziehung zu Gott. Paulus erwähnt noch weitere Früchte des Geistes im Galaterbrief: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit „(Galater 5,22).

„Aber vielleicht ist der Weinberg auch das Reich Gottes, das heißt, die Lehren, die in der Heiligen Schrift enthalten sind; die Frucht des Weinbergs ist dann ein untadeliges Leben der Menschen“ schreibt Origenes.

Das Reich wurde den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes genommen, weil es ihnen nicht gelang, die erwarteten Früchte hervorzubringen. Ein anderes Volk – welches Volk das ist, wird hier nicht angedeutet: Es ist egal, welches Volk es ist, das die erwarteten Früchte hervorbringt. In jedem Menschen sollen die Früchte wachsen, denn dann kann die Herrschaft Gottes in einem Volk bestehen. Denn sie gilt für ein ganzes Volk.

„Mit dem Reich Gottes meint er die Geheimnisse des Reiches Gottes, das heißt, die heiligen Schriften, die der Herr zuerst jenem ersten Volk gab, dem die Worte Gottes anvertraut worden sind, dann aber den Heiden, die [die erwartete] Frucht brachten. Keinem wird nämlich das Wort Gottes anvertraut, wenn er dadurch nicht Frucht bringt, und keinem wird das Reich Gottes gegeben, solange die Sünde in ihm herrscht“ (Origenes).

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Pater Shaji Panakkal

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