Gebt ihr ihnen zu essen!

31.07.20 11:45
Marc M. Kerling

Stellen Sie sich ein Bild vor, liebe Schwestern, liebe Brüder, Christus steht in der Mitte, uns als Betrachtern zugewandt (vielleicht schaut er auch in die Ferne), in jeder Hand ein Brot. Rechts und links neben ihm jeweils ein Jünger. Der eine nimmt das Brot aus seiner Hand und sieht ihn dabei an, der andere ist bereits denen zugewandt, die auf dieses Brot warten, weil sie nicht nur im Gras sitzen, sondern auch Hunger haben. Und beide geben, während sie noch die eine Hand am Brot in Jesu Hand haben, das Brot, das sie in der anderen Hand haben, weiter. 

Sie können es sich ungefähr vorstellen, ich selbst habe dieses Bild ganz konkret vor Augen: Es heißt „Brotvermehrung“ und stammt aus einem Evangeliar aus Echternach, um 1045. Wir haben es 2007 auf die Einladung zu unserer Diakonenweihe gedruckt. Weil uns klar geworden war, dass in diesem Bild unser Dienst als Diakone unmittelbar aufleuchten muss: „Gebt Ihr ihnen zu essen!“ ist ja die unmissverständliche Antwort Jesu im Evangelium dieses Sonntags. Die Jünger wollen die vielen Menschen wegschicken, um sich etwas zu kaufen, aber Jesus will genau das Gegenteil: Vor Ort und mit allen, die da sind, gemeinsam eine Lösung suchen – und durch ihn auch finden. 

Dieses kleine Stück Brot (c) Gabi Pöge

Wir alle empfangen aus Jesu Hand das, was wir zum Leben brauchen, und oft genug ist es nur „dieses kleine Stück Brot“ in unseren Händen, ganz so, wie wir in den Liedern singen, die wissen, dass Gott „unter uns schon sein Haus gebaut hat“, wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht (letzte Woche an dieser Stelle). Oder die Hand, „die wir halten, uns selber hält“. Oder wir das Leben teilen „wie das täglich‘ Brot“, alle mit- und untereinander und mit Christus verbunden in diesem Brot. Weil wir es nicht ängstlich für uns selbst behalten, sondern weitergeben, damit am Ende alle satt werden:

Gebt Ihr ihnen zu essen!“, Ihr, liebe Schwestern und Brüder, mit uns, den Geschwistern im Pastoralteam, 

Ihr Diakon M.M. Kerling

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