Gott kommt zu Besuch!

20.07.19 06:25
Pfarrer Karl-Heinz Wahlen
21. Juli 2019 (c) Gabi Pöge

Gott kommt zu Besuch und schon ist es passiert. Der lang gehegte Kinderwunsch geht in Erfüllung! So beschrieben im Buch Genesis (einen Teil davon in beinhaltet die1. Lesung am Sonntag). Da kann man nur sagen: Danke lieber Gott und Herzlichen Glückwunsch!

Wenn es immer so einfach wäre… Doch auch Abraham und Sara erleben viele Jahre der Fehlversuche und Enttäuschungen. Als es mit Sara nicht klappt, kommt sie selber auf den Gedanken, ihre Sklavin Hagar als Gebärhilfe zu nutzen. Der Versuch geht menschlich schief und nur durch Gottes Eingreifen gibt es für Hagar und den Sohn Ismael dann doch noch eine Zukunft.

Auf Gott können Abraham und Sara lange warten. Nun sind beide hochbetagt, haben mit der Erfüllung von Gottes Verheißung – so viel Nachkommen, wie Sterne am Himmel - schon längst abgeschlossen.

Da erscheint er unscheinbar, in Gestalt von drei Männern, erlebt Abrahams Gastfreundschaft und wird nun konkret: Nächstes Jahr wird der Sohn da sein!

Noch nicht viel (Sterne am Himmel gibt es mehr), aber wenigstens etwas!

Sara kann es nicht glauben und lacht darüber, von Gott angesprochen ist es ihr peinlich. Auch Abraham hatte darüber gelacht. So die Bibel.

Auch uns gelten die Verheißungen Gottes: Wiederkunft Christi, Vergebung der Sünden, Leben der kommenden Welt.

Für viele zu abstrakt, nichts Konkretes. Da hilft es im Menschlichen zu bleiben: nicht mehr auf Christus zu warten; die Schuld bei anderen zu suchen, sich selbst von Schuld freizusprechen; dieses Leben - so weit es geht - zu genießen.

Doch der Lebensgenuss hat seine Grenzen. Nicht nur im Portemonnaie oder in der Gesundheit, sondern vor allem auch in der Umwelt! Das sich selbst Freisprechen von Schuld führt zum Zerfall der Gesellschaft (Wo es immer der andere ist, gibt es keine Versöhnung mehr und ohne Versöhnung kein Miteinander)!

Wir selbst kommen nicht weiter – da lohnt es wieder auf Christus zu hoffen. Für viele unglaublich und für manche lachhaft. Dabei ist der Zustand der heutigen Gesellschaft eher peinlich!

Aber er kommt in den vielen unbeschreiblichen Situationen des Lebens! Wo es um Gastfreundschaft geht, ums Teilen und Versöhnen, da ist er direkt dabei - spürbar. Noch nicht viel, aber immerhin etwas! Und wie bei den vielen Nachkommen Abrahams (so in den abrahamitischen Religionen), braucht es auch Zeit und Geduld (manche tausend Jahre)…so einfach ist es – wäre es!

Ich wünsche im Namen des Pastoralteams eine Gesegnete Ferienzeit!

Ihr Pastor

Karl-Heinz Wahlen

Kirchengemeinde St. Servatius

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