Vertrauen und Zuversicht

16.10.20, 18:00
Karl-Heinz Wahlen
Vorwort zum 29. Sonntag 2020 (c) Gabi Pöge

„Wir wissen, von Gott geliebte Schwestern und Brüder, dass ihr erwählt seid“, so schreibt Paulus in der Lesung des Wochenendes an die Gemeinde in Thessalonich. Für ihn stand zweifelsfrei fest, was wir uns heute wieder neu vor Augen führen. „Denn unser Evangelium kam zu euch nicht im Wort allein, sondern auch mit Kraft und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit“, führt er weiter aus. Gott schenkt uns, der Gemeinde, der Kirche das, was zur Wirkmacht der göttlichen Botschaft und zur anschließenden Verkündigung benötigt wird.

Tröstliche Worte für die kleine christliche Gemeinde in Thessalonich und auch für die Menschen in unseren Gemeinden heute. Hören wir sie noch? Vertrauen wir auf diese Zusage?

Beim Seelsorgebereichsforum letzte Woche wurde per Video über die anstehenden Veränderungen im Erzbistum und den Pfarreien bis 2030 informiert. Die Ankündigungen waren zu erwarten, wir hören sie immer wieder:

Personal wird weniger, Geld wird weniger, Gläubige werden weniger, wir müssen sparen!

Die Situation des Paulus war dramatischer:

Das Missionsgebiet riesig, die Gemeinden Klein und die Menschen wenig, kein Geld da, so dass er für seinen Unterhalt arbeiten muss, Glaubensprobleme allerorten, die er in seinen Briefen zu klären versuchte.

Paulus vertraut auf die Kraft die vom Glauben kommt: „Wir danken Gott für euch alle, sooft wir in unseren Gebeten an euch denken; unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Mühe eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unsern Herrn.“

Jetzt auf Gott zu hoffen ist nicht die letzte Möglichkeit, sondern das Vertrauen auf Gott – der Glaube an Ihn – ist überhaupt die Grundlage unseres Tuns, das sich in der Liebe zeigt. Liebe für die Mitmenschen und ihre Nöte und Anliegen.

Liebe, Hoffnung und Versöhnung sind der Ausdruck eines solchen Glaubens. Wo solches gelingt, klappt es dann auch nachher mit dem Geld. Paulus sammelte schließlich sogar eine Kollekte für Jerusalem!

Ihr Pastor
Karl-Heinz Wahlen

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