Verzeihen – eine Möglichkeit, Steine aus dem Weg zu räumen

11.09.20, 09:15
Marc M. Kerling

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“, liebe Schwestern, liebe Brüder, wer auch immer das gesagt oder geschrieben hat (angeblich Goethe, kann aber auch Erich Kästner oder Robert Lembke gewesen sein), aber eigentlich mögen wir sie ja nicht so gerne. Und trotzdem kann es auch uns selbst, manchmal vielleicht unwissentlich, passieren, dass wir sie anderen in den Weg legen. Oder aber solche Steine wegräumen, auf dass uns und ihnen ein Stein vom Herzen fällt. 

Vorwort zum 24. Sonntag im Jahreskreis (c) Gabi Pöge

Ein Weg, das zu tun, ist einander zu verzeihen, nachsichtig miteinander umzugehen und so immer wieder in den Frieden hineinzufinden in einer ohnehin viel zu aggressiven und ichsüchtigen Welt. Im Evangelium dieses Sonntags ahnen wir, dass es im Vergeben keine Grenze gibt.  

Geradezu unglaublich hohe Summen sind es, die hier ins Spiel gebracht werden. Der Diener in der Beispielgeschichte schuldet seinem Herrn 10.000 Talente (das ist mehr als ein König damals in 10 Jahren einnahm und deshalb hätte der Diener es nie zurückzahlen können), der andere Diener schuldet ihm lediglich 100 Denare (ein Betrag, der 600.000mal kleiner ist als das, was der König ihm erlassen hat). 

Da leuchtet unmittelbar ein, was Jesus meint, wenn er Petrus antwortet, er müsse seinem Bruder nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal vergeben, nämlich immer. So wird übrigens auch die Vater-unser-Bitte erfüllt: „Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“

Als Kinder Gottes sind wir von der Taufe an lebendige Steine am Bau der Kirche, getauft und gemeinsam auf dem Weg. Bauen wir also lieber aus diesen Steinen etwas Schönes! 

Einen gesegneten Sonntag, liebe Schwestern und Brüder, voller Liebe, Vergebung und Frieden, wünscht Ihnen und Euch im Namen des ganzen Pastoralteams, 

Ihr und Euer  
Diakon M. M. Kerling

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