die Evangelien der kommenden zwei Sonntagen gehören eng zusammen. Im Evangelium (Mt. 16,13-20) fragt Jesus seine Jünger: „Für wen haltet ihr mich?“ Petrus antwortet: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Diese Frage ist auch heute aktuell. In einer Welt, die von Krieg, Unsicherheit, finanzielle und politischen Spannungen und vielen persönlichen Ängsten geprägt ist, fragen sich Menschen: Wo ist Gott? Wer ist Jesus für uns in dieser Zeit?
Petrus erkennt in Jesus den Messias. Doch gleich danach muss er lernen, dass Jesus nicht den Weg der Macht und des Erfolges geht, sondern den Weg des Kreuzes. Auch unsere heutige Welt zeigt uns, dass echte Veränderung nicht nur durch Macht und Stärke entsteht. Sie braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Frieden zu suchen, zu vergeben und sich für andere einzusetzen.
Jesus sagt: „Wer mir nachfolgen will, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Das bedeutet nicht, dass wir Leid einfach hinnehmen sollen. Es bedeutet vielmehr, angesichts von Leid und Ungerechtigkeit nicht wegzuschauen. Unser „Kreuz“ kann heute darin bestehen, trotz Enttäuschungen Hoffnung zu bewahren, einem fremden Menschen zu helfen, gegen Hass und Ausgrenzung aufzustehen oder in einer schwierigen Situation für Frieden einzutreten.
Das Evangelium stellt uns deshalb vor zwei Fragen: Wer ist Jesus für mich? Und bin ich bereit, seinem Weg zu folgen? Gerade in unserer unruhigen Welt brauchen wir Menschen, die ihren Glauben nicht nur mit Worten bekennen, sondern ihn durch ihr Leben sichtbar machen. Vielleicht beginnt das ganz klein: mit einem guten Wort, mit Verständnis, mit Vergebung und mit dem Mut, dort Hoffnung zu schenken, wo andere nur noch Angst sehen.
Ich wünsche Ihnen/Euch ein schönes Wochenende und auch erholsame Tage!
Ihr/Euer
Pater Antony-Byju
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